Kommentar: Was beim NSU verschwiegen wird

Der NSU ist nur ein Ton in der Kakophonie des weltweiten Antisemitismus.

Der Bericht zum letzten NSU Untersuchungsausschuss ist medial etwas untergegangen. Es mag daran gelegen haben, dass bestenfalls Ergänzungen dazu kamen. Nun beginnen die Plädoyers im Prozess gegen den NSU und es wird bald zu einem Urteil kommen. Neben den vielen blinden Flecken, dem grandiosen Versagen des Staates im Fall des NSU, sei hier eine Anmerkung erlaubt: Antisemitismus scheint es beim NSU nicht gegeben zu haben. Er kommt nicht als solcher vor. Weder im Bericht, noch im Gericht.

Nun kann man sagen, wozu den Antisemitismus, dieses „Detail“, betonen, der ganze rechtsextreme Müll ist doch schon genug, um sich ein Bild über die Gesinnung der Täter und Mittäter zu machen. Rechtsextremismus und Antisemitismus sind doch faktisch identisch, oder nicht? So kann man Antisemitismus auch unsichtbar machen.

Es ist doch so: Antisemitismus neigt dazu, überall unsichtbar zu werden, sich in Phrasen und Wortwolken aufzulösen. Antisemitismus gibt es gar nicht mehr. Denn alles, was weniger ist, als der Holocaust, geht nicht als Antisemitismus durch. Das haben die Deutschen aus ihrer Geschichte...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung