Kommentar: Bayern-Präsident Hoeneß fehlen die Visionen

Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) und seine favorisierte Übergangslösung Jupp Heynckes

Das war sie also, die Saison 2017/18 in der Fußball-Bundesliga. Wer mit dem FC Bayern sympathisiert, muss so denken. Der Trainer-Option Jupp Heynckes, der bis Saisonende das größte Potenzial zugetraut wird, fehlt in jedem Fall eines: die Vision, wie der Rekordmeister in naher Zukunft zurück in die europäische Spitze will.

Ja, Heynckes hat dies schon mal geschafft, dem Klub 2013 mit dem Triple das erfolgreichste Jahr überhaupt beschert. Doch da war die Konkurrenz eine andere, noch nicht durch Abermillionen aufgerüstet. In vier Jahren kann viel passieren, erst recht im Profifußball.

Also, lieber FC Bayern: Wo sind die Visionäre, die das Mia-san-mia in eine Europa-taugliche Formel transformieren? Seit der Rückkehr von Uli Hoeneß wird man das Gefühl nicht los: Er ist keiner von ihnen. Als hätte jene Haftstrafe wegen privater Steuervergehen den einstigen Vordenker der Liga nicht nur 21 Monate aus dem Leben, sondern komplett aus der Zeit genommen. Hoeneß, das wird in diesen Tagen des Bayern-Taumelns deutlich, scheint die Kraft für die notwendigen Taten zu fehlen, der Blick weit in die Zukunft, vielleicht auch das Loslassen von dem, was er selbst aufgebaut hat.

Personalie Heynckes soll nur Zeit gewinnen

Die Freundschaftsbande zwischen Hoeneß und Heynckes sind unbestritten, auch wenn sie durch Hoeneß' Entscheidungen immer wieder vor der Zerreißprobe standen. Doch warum eine Übergangslösung? Trainer wie Thomas Tuchel oder auch ein Luis Enrique stünden bereit. Der eine Pep-Guardiola-Anhänger...

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