Das Kombinieren von Impfstoffen führt laut einer Studie häufiger zu Nebenwirkungen

·Lesedauer: 2 Min.

Laut einer britischen Studie sind Menschen, die den Impfstoff von AstraZeneca und danach den von Biontech/Pfizer als Zweitimpfung bekommen haben, häufiger von Nebenwirkungen betroffen. In Deutschland hatte die Stiko das Vorgehen bei Menschen unter 60 Jahren in der vierten Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung aufgenommen.

Die Ergebnisse stammen aus der „COM-Cov“-Studie, die die Wirkung der Impfstoff-Kombination Biontech/Pfizer und AstraZeneca untersucht hat. Es zeigte sich, dass Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Kopfschmerzen häufiger auftreten, als wenn zwei Impfungen mit dem gleichen Wirkstoff verabreicht werden.

Diese Nebenwirkungen kann die Impf-Kombi haben

Dabei ist es egal, ob zuerst AstraZeneca oder Biontech/Pfizer geimpft wurde. Bei beiden Kombinationen komme es häufiger zu Nebenwirkungen. Das sind die Ergebnisse im Detail:

Fieber (leicht und mäßig): Biontech / Biontech: 21 Prozent, AstraZeneca/AstraZeneca: 10 Prozent, Biontech /AstraZeneca: 41 Prozent (Anstieg 21 Prozent), AstraZeneca/ Biontech: 34 Prozent (Anstieg: 24 Prozent)

Müdigkeit (leicht und mäßig): Biontech/Biontech: 55 Prozent, AstraZeneca/AstraZeneca: 50 Prozent, Biontech/AstraZeneca: 68 Prozent (Zunahme 13 Prozent), AstraZeneca/Biontech: 77 Prozent (Zunahme 27 Prozent)

Schüttelfrost (leicht und mäßig): Biontech /Biontech: 24 Prozent, AstraZeneca/AstraZeneca: 12 Prozent, Biontech/AstraZeneca: 46 Prozent (Zunahme 23 Prozent), AstraZeneca/Biontech: 38 Prozent (Zunahme: 26 Prozent)

Nicht nur Deutschland, auch andere europäische Länder wie Frankreich und das Vereinigte Königreich empfehlen die Kombination von Impfstoffen bis zu einem gewissen Umfang.

Symptome verschwanden nach 48 Stunden

In den meisten Fällen wird wie auch in Deutschland empfohlen, dass jüngere Personen, die eine erste Dosis AstraZeneca erhalten haben, für die zweite Dosis einen anderen Impfstoff erhalten sollten. Die Richtlinie ist das Ergebnis aus der Diskussion über sehr seltene Blutgerinnsel im Zusammenhang mit AstraZeneca.

Studienautor und Oxford-Professor Matthew Snape erklärte, dass die Nebenwirkungen „mehr oder weniger die gleiche Art von Reaktionen sind, die wir bei den normalen Impfungen auch sehen – nur, dass sie häufiger auftreten.“

Die Symptome verschwanden innerhalb von 48 Stunden und keiner der Studien-Teilnehmer musste ins Krankenhaus, so der Professor weiter.

Jüngere sind von Nebenwirkungen mehr betroffen als Ältere


Snape sagte, die grundlegendere Frage über die Vermischung von Impfstoffen sei, ob sie einen besseren Schutz vor Corona bietet. Denn das sei noch offen.

Er wies auch darauf hin, dass es sich um Zwischenergebnisse der Studie handele und dass die Zahlen nicht statistisch ausgewertet worden seien. Die Studie wurde an Probanden im Alter von über 50 Jahren durchgeführt und die Impfungen wurden im Abstand von vier Wochen verabreicht.

Es sei möglich, dass die Reaktionen auf die Impfstoff-Kombination bei jüngeren Menschen stärker ausfallen würden, so der Professor. Als Nächstes werde untersucht, ob eine Verschiebung der zweiten Impfung auf 12 Wochen die Situation verändert.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.