Kolumne: Katzen können alles

Die fremde Katze, hier in Blau

Katzen gehen davon aus, dass sie alles können. Sie können Gedanken lesen, sich unsichtbar machen und so viel Katzenfutter essen, wie sie wollen, ohne zu platzen. Und natürlich können sie fliegen. Dass es dennoch deswegen nicht häufiger zu tragischen Katzenunfällen kommt, liegt daran an den Lebensgrundsätzen der Katze. Die wichtigsten Lebensregeln sind nämlich diese:

Zeige nie, was du wirklich kannst.

Understatement ist alles!

Je mehr dich dein Gegner unterschätzt, desto größter ist deine Stärke.

Schone deine Kräfte für den Moment, wenn du sie wirklich brauchst.

Und dein Gehirn möglichst auch.

Zumindest auf die fremde Katze trifft das zu. Wenn es jemals einen Gelassenheitswettbewerb für Haustiere geben sollte, würde sie den gewinnen, vorausgesetzt allerdings, der Wettbewerb fände in unseren Garten statt. Viel weiter entfernt sich das Tier nicht von ihren wichtigsten Bezugspunkten im Leben. Dazu gehören, neben Futter- und Wassernapf, das Teerdach eines Holzschuppens, das sich in der Sonne aufwärmt und von dem aus man auch die Futternäpfe der Nachbarskatzen im Blick hat. Und ein Plastiksack in der Einfahrt, der von einer Bau-Aktion übrig geblieben ist und den sie neuerdings zu ihrem Thron auserkoren hat. Vielleicht, weil man von da alle Tüten und Taschen auf ihren Inhalt scannen kann, die an der Katze vorbeigetragen werden. Katzen haben natürlich auch den Röntgenblick. Von Natur aus. Wenn sie wollen.

Was einem als Katzenmitbewohner manchmal aus dem Blick gerät ist, dass Katzen sich leb...

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