Kolumbien: Angeblich Morddrohungen gegen WM-Rotsünder Carlos Sanchez

Carlos Sanchez hat bestätigt, dass er Morddrohungen erhielt. Der Rotsünder des WM-Auftakts will dem aber nun keine große Beachtung mehr schenken.

Der kolumbianische Nationalspieler Carlos Sanchez wird offenbar von Morddrohungen heimgesucht, nachdem er bei der WM in Russland im ersten Turnierspiel der Cafeteros als bislang einziger Spieler die Rote Karte gesehen hatte. Das berichten übereinstimmend verschiedene Medien.

Die Polizei versucht, über Spezialisten für Cyberkriminalität diejenigen ausfindig zu machen, die hinter den Drohungen stehen. Die Medienberichte sorgten in Kolumbien für große Schlagzeilen, denn bei der WM 1994 in den USA wurde der kolumbianische Profi Andres Escobar nach einem Eigentor gegen die USA (1:2) und dem daraus resultierenden Turnier-Aus in Medellin erschossen.

Carlos Sanchez: Zweitschnellster Platzverweis der WM-Geschichte

Sanchez hatte nach einem absichtlichen Handspiel im Strafraum die Rote Karte (3.) gesehen. Es war der zweitschnellste Platzverweis der WM-Geschichte. Den Strafstoß hatte Gegner Japan zum 1:0 verwandelt und am Ende mit 2:1 die Oberhand gegen die Südamerikaner, Team von Bayern-Ass James, behalten.

Schneller als Sanchez (2:56 Minuten) musste in der WM-Geschichte  zuvor erst ein Spieler das Feld vorzeitig verlassen: Jose Alberto Batista aus Uruguay sah 1986 in Mexiko im Vorrundenspiel gegen Schottland nach einem Foul bereits in der ersten Minute (54 Sekunden) die Rote Karte.