Kölner Profis im Karneval als Videoschiedsrichter unterwegs

Der Videobeweis hat in der laufenden Saison schon für einige Diskussionen gesorgt. Timo Horn und Dominic Maroh vom 1. FC Köln nahmen das Thema beim Karneval auf die Schippe.

Dominic Maroh und Timo Horn sind Leistungsträger beim 1. FC Köln. (Bild: Getty Images)

Das Lachen ist beim Tabellenletzten nicht verloren gegangen: Horn und Maroh überraschten bei der Karnevalsveranstaltung des 1. FC Köln im Maritim. Der Torwart und sein Abwehrkollege verkleideten sich gemeinsam mit ihren Frauen als Videoschiedsrichter.

Im gelben Hemd, mit großem Handy und einem nachgebauten Fernseher sorgten sie für zahlreiche Lacher. Der Videoschiedsrichter und die Kölner wurden bislang noch keine Freunde.

Bei der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart verweigerte der Unparteiische nach Videobeweis einen Elfmeter, bei der Pleite gegen Mainz wurde hingegen eine Schwalbe nicht erkannt.


“Den Nerv der Zeit getroffen”

So ist auch auf dem Fernseher, den Maroh aus einem Karton zurechtgeschnitten hat, eine umstrittene Szene aus der Partie gegen Eintracht Frankfurt zu sehen. “Wir haben ein bisschen den Nerv der Zeit getroffen. Es wird ja viel über den Videoschiedsrichter geschrieben und diskutiert”, ordnete Maroh ein.

Er meinte: “Der Karneval ist ja auch dafür da, solche Themen jeck aufzunehmen.” Derart humorvoll konnten die Kölner bislang nicht mit dem Thema umgehen. “Das ist natürlich bitter”, hatte Maroh sich noch im November über eine Fehlentscheidung echauffiert.

Horn und Maroh konnten mit ihren Kostümen ein wenig die Show stehlen. Doch auch die anderen Kölner Profis hatten sich in Schale geworfen. Lukas Klünter kam als Astronaut, Pawel Olkowski als US-Präsident Donald Trump. Trainer Stefan Ruthenbeck entschied sich für ein 80er-Kostüm.