Kollegen fordern deutlich: Holt Kaepernick!

Zahlreiche namhafte Sportler-Kollegen haben sich einmal mehr mit deutlichen Worten für eine Rückkehr von Quarterback Colin Kaepernick in die NFL stark gemacht.

"Wir appellieren an alle NFL-Eigner, General Manager und Trainer, die personellen Bedarf haben, die Courage aufzubringen, Colin Kaepernick unter Vertrag zu nehmen und mit uns auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen", schrieb die Athletenvereinigung "Athletes for Impact" in einer Stellungnahme.


"Niemandem sollte eine Anstellung verwehrt bleiben, weil er den Mut hat, seinen Überzeugungen zu folgen und für Gleichberechtigung und soziale Gerechtigkeit einzustehen", hieß es weiter.

Zuvor erinnerten die Sportler, zu denen unter anderem NFL-Profi Michael Bennett und die WNBA-Spielerinnen Brittney Griner und Breanna Stewart gehören, an "legendäre Athleten wie Muhammad Ali, Tommy Smith und John Carlos", die zu ihrer Zeit auch verachtet worden seien, inzwischen aber als ihrer Zeit voraus gefeiert würden.

Bennett: "Kein Einziger besser als Kaepernick"

Bennett, Defensive End bei den Seattle Seahawks, betonte, dass er unter allen Ersatz-Quarterbacks der NFL "keinen Einzigen nennen kann, der besser ist als Kaepernick".


Der ehemalige Quarterback der San Francisco 49ers ist seit Saisonbeginn ohne Vertrag, nachdem er in der vergangenen Spielzeit aus Protest gegen Polizeibrutalität und Unterdrückung von Minderheiten vor den Spielen bei der Nationalhymne gekniet hatte.

Insgesamt haben seit Kaepernicks Vertragsauflösung in San Francisco inzwischen 41 Quarterbacks einen neuen Vertrag bei einer NFL-Franchise unterschrieben.

Kaepernick dagegen, der unter anderem das fünftbeste Verhältnis von Touchdowns zu Interceptions in der Geschichte der NFL vorzuweisen hat, und die 49ers 2013 in den Super Bowl führte, ist auch nach dem 10. Spieltag der NFL-Saison weiterhin Free Agent.