Kollegah und Farid Bang: So viel verdienen sie mit ihrem Skandal-Album

Trotz des Ärgers um ihre vermeintlich antisemitischen Textzeilen gewannen Kollegah und Farid Bang einen Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National. Der Musikpreis ehrt die kommerziell erfolgreichsten Künstler. Aber wie viel Geld haben die Rapper bislang mit ihrem Album “Jung, brutal, gutaussehend 3” eigentlich gemacht?

Beim Echo 2018 erhielten Kollegah und Farid Bang den Musikpreis in der Kategorie Hip-Hop/Urban National. (Bild-Copyright: WENN.com)

Bei der Verleihung des Echos spielen in erster Linie Verkaufszahlen eine Rolle. Zwar darf eine Jury mitreden, deren Votum kann die kommerziellen Zahlen jedoch nicht übertrumpfen, denn ihre Stimme zählt nur halb.

Am Donnerstag wurden Kollegah und Farid Bang für ihr Album “Jung, brutal, gutaussehend 3” mit dem Musikpreis ausgezeichnet – und das trotz Antisemitismus-Vorwürfen. Unter anderem ging es um die Textzeile: “Mein Körper definierter als von Ausschwitzinsassen.” Die Veranstalter des Echos sahen sich im Vorfeld dazu genötigt, den Ethik-Beirat einzuschalten. Für diesen war das Album der Rapper aber ein “Grenzfall”.

Dass “Jung, brutal, gutaussehend 3” nun den Echo einheimsen konnte, liegt offenbar an den guten Verkaufszahlen und daran, dass die Veranstalter wegen der Antisemitismus-Vorwürfe zugunsten der Künstler entschieden. Laut Informationen der “Bild” habe das umstrittene Album seit seiner Veröffentlichung im Dezember 2017 durch Verkäufe und abzüglich der Einnahmen aus Streamingdiensten 4.326.624 Euro eingebracht.

Davon sollen Kollegah und Farid Bang jeweils 15 Prozent erhalten. 40 Prozent streiche die BMG Music Publishing, die Musiksparte des Bertelsmann-Konzerns, ein. Diese vertreibt das Album und scheint sich an den umstrittenen Textzeilen nicht zu stören. So soll ein Sprecher gegenüber “Bild” erklärt haben: “Manche sind über einige Textzeilen verärgert, aber Farid Bang und Kollegah haben deutlich gemacht, dass sie nicht antisemitisch sind.”

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