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Kohfeldt verrät Überraschendes zu Kruse

Florian Kohfeldt ist seit seinem Aus beim VfL Wolfsburg im Sommer 2022 ohne Job.

Wie der Trainer nun im Interview mit dem kicker verriet, stand er vor einem Engagement bei einem Erstligisten.

„Es gab zum Glück die eine oder andere Offerte, was immer gut ist fürs Selbstwertgefühl. Eine davon, von einem Erstligisten im Ausland, hätte ich gerne angenommen, da bin ich ganz ehrlich“, erklärte Kohfeldt.

Doch „der Verein hat sich dann leider final anders entschieden. Ansonsten war noch nicht das Passende dabei. Wobei ich nach meinen letzten Erfahrungen auch sehr sorgfältig prüfe, was ich machen möchte.“

Wolfsburg-Aus für Kohfeldt „total überraschend“

Die Trennung in Wolfsburg nach dem 34. Spieltag der Saison 2021/22 „war total überraschend für mich“, betonte Kohfehldt: „Aber auch für andere, inklusive sportlich Verantwortlicher.“ (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Denn „die Entscheidung hatte sich in der direkten Kommunikation, mit Jörg (Ex-Geschäftsführer Schmadtke, Anm. d. Red.) und mit Marcel (Schäfer, Ex-Sportdirektor und Schmadtke-Nachfolger), zu keinem Zeitpunkt angedeutet. Ganz im Gegenteil: Wir haben gemeinsam die neue Saison geplant.“

Kohfeldt erklärte: „Ich habe nach einer gewissen Zeit mit allen Beteiligten noch mal gesprochen, wir haben uns die Hand gegeben. Die Entscheidung an sich ist ja legitim. Und wann wäre ein günstigerer Zeitpunkt gewesen, es mir zu sagen? Am Tag vorm Spiel sicher auch nicht.“

Er habe „mit allen, besonders Jörg, weiter einen sehr guten persönlichen Austausch. Auch wenn ich immer noch nicht genau weiß, warum die Entscheidung letztlich so ausfiel.“

So denkt Kohfeldt über Kruse

Kohfeldt sprach auch über Max Kruse, der im Januar 2022 nach Wolfsburg gekommen war, ehe der Vertrag im November 2022 unter Nachfolger Niko Kovac wieder aufgelöst wurde. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

„Max kann mit seiner Spielweise andere besser machen, auch auf dem Niveau des VfL. Aber: Dazu muss in Mannschaft und Umfeld Akzeptanz für die Person Max Kruse herrschen. In Bremen war das durchgehend zu 100 Prozent so, in Wolfsburg nie“, sagte Kohfeldt, der mit dem Offensivspieler in Bremen und Wolfsburg gut zusammengearbeitet hat.

Es sei aber „unstrittig“, dass Kruse seinen Anteil am Klassenerhalt 2022 gehabt habe: „Dass dann über ganz viele Nebensächlichkeiten geredet wird, während man vergisst, was Max auf dem Platz geleistet hat, finde ich absurd. Solange ich da war, hat seine Verpflichtung also sportlich sehr viel Sinn ergeben. Die Zeit danach kann ich nicht beurteilen.“ (Bericht: Bemerkenswerter Kruse-Auftritt im Doppelpass)

Kohfeldt verrät: Kruse war nicht von mir überzeugt

Kohfeldt verriet Überraschendes: „Max hat in unserem allerersten Gespräch bei Werder gesagt, er sei nicht von meiner Wahl als Cheftrainer überzeugt. Doch dann zeigte sich, dass unsere Vorstellungen von Fußball auf dem Platz nah beieinanderliegen. Und mit solch einem Ausnahmespieler in Topform ist eine Mannschaft nun mal besser.“

Kruse spielte zwischen 2016 und 2019 zum zweiten Mal bei Bremen, Kohfeldt stand bei den Werder-Profis zwischen 2017 und 2021 an der Seitenlinie.