Kochen mit Sonne und Sand – Traditionelle Gerichte aus Turkmenistan

Die Zutaten sind eigentlich dieselben, wie in den meisten zentralasiatischen Ländern. Dennoch gibt es in der traditionellen turkmenischen Küche ganz eigene Zubereitungsmethoden – was an den besonderen Klima- und Wetterbedingungen liegt.

Eingegraben in heißem Sand und glühender Asche, so wird ein traditionelles turkmenisches Gericht zubereitet, der “Ichlekli” oder Hirtenfleischkuchen. Die turkmenische Küche zeichnet sich durch ihre ganz besonderen Zubereitungsmethoden aus, die in der Geschichte und dem extremen Wüstenklima des Landes begründet sind. Für einen “Ichlekli” braucht man kein Kochgeschirr, nur Sonne und Sand.

“Die Turkmenen waren Nomaden und konnten keine Kochtöpfe mitnehmen”, erklärt der auf traditionelle Gerichte spezialisierte Koch Saparmuhammet Bayramgeldiev. “Deswegen kochten sie den Kuchen mitten in der Wüste, dazu brauchten sie nicht mehr als ein Tablett, ein Messer, Fleisch und Mehl.”

Das Nomadenleben ließ nur solche Nahrungsmittel zu, die Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius und langen Reisen unbeschadet standhielten. Das bedeutete: etwas Obst und Gemüse, vor allem Brot und andere Mehlspeisen.

“Unsere Vorfahren rösteten vor allem Fleisch und backten Brot, aber nur aus hefelosem Teig”, sagt Oguljemal Artyklyeva, die sich mit traditioneller Nomadenküche auskennt.

Heutzutage benutzen die Turkmenen moderne Herde, um ihr Nationalgericht zuzubereiten. Aber an Feiertagen und auf Festivals wird wie in alten Zeiten gekocht:- mit Sonne und Sand.

Recipe: The national dish of Turkmenistan – Ichlekli. https://t.co/qqrWIzmbGo pic.twitter.com/IbO5cAe92q— IngredientMatcher (@IngrediMatcher) 25 octobre 2015