Kochboxen-Anbieter HelloFresh startet gut an der Börse

HelloFresh liefert Kochzutaten nach Hause

Der Kochboxen-Anbieter HelloFresh hat im zweiten Anlauf einen guten Start an der Frankfurter Börse hingelegt. Die Tochterfirma der Gründerschmiede Rocket Internet notierte am Donnerstagvormittag zu einem Kurs von 10,50 Euro und damit rund zwei Prozent über dem Ausgabepreis von 10,25 Euro. Die Einnahmen von rund 300 Millionen Euro sollen nach eigenen Angaben allein dem Wachstum des Unternehmens zugute kommen.

Das Geschäftsmodell der Berliner ist vor allem auf Menschen ausgerichtet, die keine Lust haben, im Laden Lebensmittel einkaufen zu gehen. Geliefert wird auf Online-Bestellung eine Box voller Zutaten, kochen muss der Kunde selber. Fast die Hälfte des Umsatzes macht die Firma in den USA. Der Gesamtwert des Unternehmens beläuft sich nun auf rund 1,7 Milliarden Euro. In früheren Finanzierungsrunden hatten es Investoren aber mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet.

2015 hatte HelloFresh schon einmal den Start an der Börse vorbereitet, dann jedoch einen Rückzieher gemacht. Für die Start-Up-Schmiede Rocket Internet ist es der zweite erfolgreiche Börsengang dieses Jahr - und der zweite mit einem Essenslieferdienst. Im Juni hatte Delivery Hero an der Börse knapp eine Milliarde Euro eingenommen.