Knappes Rennen: Parlamentswahl in Island

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In Island haben die Wahlen begonnen. Erwartet wird ein knappes Rennen. Dem Drei-Parteien-Regierungsbündnis aus Grünen, Konservativen und Liberalen droht der Verlust der Mehrheit. So mancher nimmt den Grünen die ungewöhnliche Koalition übel, und das, obwohl die grüne Regierungschefin Katrín Jakobsdóttir große Beliebtheit genießt.

"Das Hauptproblem nach der Wahl wird sein, wie es nach der Covid-Pandemie weitergeht. Der Wiederaufbau der Wirtschaft ist eine große Herausforderung. Dabei müssen wir einen ökologischeren und nachhaltigeren Weg finden. Wir müssen vielfältige Arbeitsplätze schaffen und sicherstellen, dass diese neue Wirtschaft diversifiziert und grün ist."

Begünstigt durch seine abgeschiedene Lage ist Island besser durch die Corona-Krise gekommen als die meisten anderen Länder Europas. Nach anderthalb Jahren Pandemie ist das Thema Gesundheit im Wahlkampf dennoch neben Klimawandel und Umwelt besonders wichtig gewesen.

Bei der bisher stärksten Partei, der Unabhängigkeitspartei, sind die Hoffnungen nicht allzu groß: "Wir hoffen auf mehr Unterstützung", so Parteichef Bjarni Benediktsson, "dabei würden wir aber trotzdem am unteren Ende unserer bisherigen Wahlergebnisse liegen. Es sollten aber zumindest die 25 Prozent sein, die wir bei den letzten Wahlen erreicht haben."

Erste Ergebnisse werden am späten Abend erwartet. Wie es mit der Regierungsbildung weitergehen könnte, werden aber erst die kommenden Tage zeigen, ein Bündnis aus mehr als drei Parteien gilt als nicht ausgeschlossen.

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