Knapp 50 Verletzte bei Zugunglück in NRW

Bei einem Zugunglück in Meerbusch nahe Neuss sind fast 50 Menschen verletzt worden. Ein Zug der Regional-Express-Linie 7 war auf einen stehenden Güterzug aufgefahren. Mit einer Notbremsung hat der Lokführer des Personenzugs einen noch schwereren Zusammenprall verhindert. Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch waren 155 Menschen im Zug, es gebe 41 Leichtverletzte, weitere 3 Menschen seien mittelschwer und 3 schwer verletzt worden.

Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, war zunächst nicht bekannt.  Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen.

Zahlreiche Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug, nachdem sie bereits Kontakt mit den Passagieren aufgenommen hatten. Deren Rettung war zunächst schwierig, weil durch die herabgerissenen Leitungen auch die Bahn unter Strom stand. Nach zwei Stunden konnten allerdings die ersten Passagiere und auch der verletzte, aber unter Schock stehende Lokführer den Unglückszug verlassen.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Fahrgäste sprachen von einem «großen Knall» und einer Vollbremsung. Der Regionalexpress wird vom privaten Bahnanbieter National Express betrieben.