Knapp 15 Prozent des deutschen Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen gedeckt

Baden-Württemberg hat einer Studie zufolge bundesweit die größten politischen Anstrengungen zur Nutzung Erneuerbarer Energien unternommen und in diesem Bereich die größten Erfolge erzielt. Am Ende der Rangliste stehen Hessen, Berlin und das Saarland

Energie aus erneuerbaren Quellen hat im vorigen Jahr knapp 15 Prozent des deutschen Energieverbrauchs gedeckt. Der Anteil erhöhte sich demnach von 3,7 Prozent im Jahr 2000 auf 14,6 Prozent im Jahr 2016, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch anlässlich der UN-Weltklimakonferenz in Bonn mit.

In die Berechnung fließt nicht nur der viel diskutierte Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ein, sondern auch deren Beitrag zur Versorgung mit Heizwärme oder Kraftstoffen im Verkehrsbereich. Die deutlichste Zunahme erfolgte zwischen 2000 und 2009, als der Anteil der Erneuerbaren am Brutto-Endenergieverbrauch von 3,7 Prozent auf 10,9 Prozent nach oben schnellte. Seit 2011 erhöhte sich der Anteil dagegen lediglich noch um 2,8 Prozentpunkte.

2000 war das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) verabschiedet worden, das den offiziellen staatlichen Rahmen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bereitstellte und den Startschuss für die sogenannte Energiewende darstellte. In der breiteren Öffentlichkeit wird diese allerdings meist erst mit dem Beschluss zum bundesweiten Atomausstieg von 2011 verbunden.

Tatsächlich nahm der Beitrag nicht-erneuerbaren Energien am sogenannten Primärenergieverbrauch nach Angaben des Bundesamts seit 2011 sogar wieder zu. Der Anteil fossiler Brennstoffe war von 2000 bis 2011 kontinuierlich um 4,9 Prozentpunkte auf 80,1 Prozent zurückgegangen. Seit dem Jahr des Atomausstiegs 2011 stieg er demnach allerdings wieder um 1,2 Prozentpunkte an.