Wohin führen Sané seine Traumtore?

Florian Plettenberg
·Lesedauer: 3 Min.

Leroy Sané hat es schon wieder getan!

In der 69. Minute wechselte ihn Hansi Flick gegen Borussia Dortmund für Kingsley Coman ein - nur elf Minuten später traf er sehenswert mit links zum 3:1 für den FC Bayern.

Nach einer super Ballannahme auf der rechten Außenbahn und einem kurzen Haken im Duell mit Manuel Akanji landete der Ball nach einem präzisen Linksschuss im linken unteren Toreck.

"Wir freuen uns alle, dass er nach seiner Einwechslung wieder getroffen hat", sagte Flick.

Superjoker Sané!

Jokertor auch in Salzburg

Wenige Tage zuvor traf er nur acht Minuten nach seiner Einwechslung für Coman gegen den FC Salzburg in der Champions League. Gekonnt ließ er Enock Mwepu aussteigen, auch da war er zuvor auf rechts angespielt worden, ehe er den Ball in die linke obere Ecke schlenzte.

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Am 5. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt traf er nur fünf Minuten nachdem er das Feld betreten hatte in Arjen-Robben-Manier aus 18 Metern traumhaft in die lange Ecke. Zuvor war er von der rechten Seite nach innen gezogen.

Knallt sich Sané jetzt ins Flicks Startelf?

Gut möglich! Vorerst will der 24-Jährige bei der deutschen Nationalmannschaft (drei Länderspiele in einer Woche) nachlegen und sich bei Bundestrainer Joachim Löw die notwendigen Restprozent für den knackigen Jahresendspurt der Bayern holen. Bis zur Winterpause stehen für die Münchner noch zehn Pflichtspiele an.

"Er ist auf einem guten Weg, aber er ist noch nicht bei 100 Prozent. So muss man es sehen, daran müssen wir arbeiten", erklärt Flick die Gründe für Sanés Jokerrolle.

Umso wichtiger ist auch für den Cheftrainer, dass Sané nach seinen Einwechslungen Impulse setzt und sich dem Konkurrenzkampf stellt, nachdem er ab Ende September fünf Pflichtspiele aufgrund einer Kapselverletzung im rechten Knie verpasste.

Ist der 100-Prozent-Sané Stammspieler?

Seine individuelle Klasse hat der Sommer-Wunschtransfer in München bereits unter Beweis gestellt. In nur 337 Pflichtspielminuten im Bayern-Dress kommt Sané bereits auf vier Tore und zwei Assists. Hinter Robert Lewandowski (13 Saisontore) und Thomas Müller (6) rangiert er zusammen mit Serge Gnabry und Leon Goretzka bereits auf Platz drei in der internen Torschützenliste.

An das intensive Gegenpressing der Bayern und das von Flick geforderte defensive Umschaltspiel muss Sané sich allerdings noch gewöhnen. Nicht nur einmal war der Bayern-Cheftrainer dabei zu beobachten, wie er seinen offensiven Freigeist an der Seitenlinie nach Ballverlusten zur Defensivarbeit aufforderte.

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Arbeitet Sané an seinen Schwächen und bleibt er fit, dürften regelmäßige Einsätze von Beginn an nur noch eine Frage der Zeit sein, wenngleich Flick sagt: "Wir wollten den Kader auch in der Breite mit qualitativ hochwertigen Spielern bestücken. Klar ist, wenn man ihn in der 70. Minute bringen kann, dann kommt noch mal Qualität, Frische und Speed auf den Platz."

Vor einem 100-Prozent-Sané wird vor allem der in seinen Leistungen inkonstante Kingsley Coman zittern müssen, da Serge Gnabry gesetzt sein dürfte und sich Douglas Costa bislang noch nicht als Startelfkandidat hervorgetan hat.