Klopp: Dieser Reds-Star gibt in der Kabine den Ton an

SPORT1
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Mit Jürgen Klopp verbinden viele flammende Ansprachen in der Kabine. Dabei gehören diese beim FC Liverpool gar nicht mehr zu seinem Repertoire.

"In der Kabine ergreifen die Spieler das Wort", erklärte Klopp im Interview mit Spox und DAZN.

Die eigene Ansprache "bezüglich Aufstellung, Taktik, Herangehensweise und unter Umständen auch Motivation halte ich - wie beim BVB auch schon - im Mannschaftshotel".

Milner übernimmt Ansprache für Klopp

In Dortmund sei er in der Kabine durchaus nochmal laut oder motivierend geworden, doch bei Liverpool sei das anders.

"Mein Englisch ist zwar deutlich besser geworden über die Jahre, aber dieser Trash-Talk vor dem Spiel muss dann sitzen. Da kannst du dir nicht einen zurechtstolpern, deshalb mache ich das dort nicht", begründete Klopp.

Es gebe aber genügend Spieler in seiner Mannschaft, die diesen Part für ihn übernehmen können.

"James Milner beispielsweise fasst meine Sitzung immer sehr gekonnt zusammen, oftmals schreiend mit allen notwendigen Worten, um den Jungs Feuer unterm Hintern zu machen", meinte der deutsche Erfolgscoach.

Jener Milner also, dem ein Twitteracount mit dem Namen "Boring James Milner" gewidmet wurde - der aber auch einen eigenen trockenen Humor hat und als Vize-Kapitän des Teams vorangeht.

Klopp heulte "Rotz und Wasser"

Überhaupt sei das Team "außergewöhnlich. Die Jungs sind mit Rückschlägen sensationell umgegangen".

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Im vergangenen Jahr holten die Reds in der wegen der Corona-Pandemie zwischenzeitlich unterbrochenen Saison den ersehnten Meistertitel in der Premier League.

"Wir hatten alle Tränen in den Augen. Das war ein ganz, ganz großer Moment, weil zwar nicht wir 30 Jahre darauf gewartet haben, aber gefühlt alle anderen Liverpool-Fans", beschrieb Klopp seine Gefühlslage.

Als er seine Familie anrief, "habe ich Rotz und Wasser geheult. Im Vorfeld dachte ich nicht, dass es so emotional werden würde, aber es war wohl mehr Druck vorhanden, als ich wahrhaben wollte. Als der dann abfiel, war das ein echt großer Moment."

Als die Gerüchte aufkamen, dass die Spielzeit sogar abgebrochen werden könnte, hat Klopp "körperlichen Schmerz verspürt, weil wir so nah dran waren und eine großartige Saison gespielt hatten. [...] Die Spielzeit für nichtig zu erklären, wäre ganz, ganz hartes Brot gewesen. Dafür haben die Jungs zu viel investiert. Was unsere Fans gemacht hätten - darüber will ich nicht nachdenken."