Klopp schlägt zweites Brexit-Referendum vor

Klopp schlägt zweites Brexit-Referendum vor

Die Briten sollten nach Ansicht von Fußballtrainer Jürgen Klopp nochmals über den Brexit abstimmen. Angesichts des knappen Ausgangs halte er ein zweites Referendum für sinnvoll, sagte der Teammanager des Premier-League-Vereins FC Liverpool dem "Guardian" vom Montag Fast die Hälfte der Briten sei gegen diese Entscheidung gewesen, "die das Land verändern wird". Gut 48 Prozent der Wähler hatten im Juni 2016 gegen einen EU-Austritt gestimmt.

Die Briten sollten diese "große Entscheidung" daher nochmals überdenken "und noch einmal abstimmen" - aber richtig informiert, sagte Klopp. Die Brexit-Befürworter seien damals mit falschen Argumenten auf Stimmenfang gegangen.

Der ehemalige Trainer des Bundesligisten Borussia Dortmund warnte vor den Folgen des britischen EU-Austritts. Dadurch könnten Konflikte entstehen. Die EU sei zwar nicht perfekt, gemeinsam ließen sich Probleme aber besser lösen, sagte der 50-Jährige. "Für mich ergibt der Brexit immer noch keinen Sinn."

Klopp äußerte in dem Interview seine Bewunderung für Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die einen "unglaublichen Job mache". Er selbst habe keinerlei politische Ambitionen. Merkel habe nur zwei Wochen im Jahr frei. "Das ist weniger Urlaub als ich und deshalb absolut nicht mein Ziel."