Klopp-Berater: Trainer-Ablösen werden steigen

Jürgen Klopp muss mit dem FC Liverpool nicht an Weihnachten spielen

Nach der turbulenten Transferphase mit einigen Spielerwechseln im dreistelligen Millionenbereich rechnet Berater Marc Kosicke auch mit einem baldigen Anstieg der Ablösesummen für Fußballtrainer.

"Wenn eine Top-Führungskraft eines Fußballvereins auf dem Markt ist, warum soll der Klub dafür nicht auch eine hohe Ablöse erzielen wie möglicherweise für einen überdurchschnittlichen Fußballprofi?", sagte der 46-Jährige der Tageszeitung Die Welt: "Der Markt ist umkämpft, weshalb die Ablösen auch für Trainer steigen."


Klopp kam beim BVB ins Grübeln

Als "problematisch" sieht Kosicke es aber an, wenn Trainer innerhalb einer Saison wechseln. Dennoch gebe es "sicherlich mal Momente, wo ein Trainer ins Grübeln kommt", sagte er.

"Jürgen Klopp hatte diesen Moment in Dortmund. Da gab es ein sehr lukratives Angebot aus der Premier League. Doch er hatte gerade beim BVB verlängert und einigen Spielern, die ebenfalls verlängert hatten, versprochen, dass er bleibt", berichtete der Berater über seinen Schützling und heutigen Liverpool-Teammanager: "Er hätte, fand er, nicht mehr in den Spiegel gucken können, wenn er gegangen wäre."

Nagelsmann soll mit TSG lernen

Kosicke, der sich auf die Beratung von Trainern spezialisiert hat, zählt 20 Coaches zu seinen Klienten. Neben Klopp gehören auch David Wagner (Huddersfield Town) und Bundesliga-Shootingstar Julian Nagelsmann (1899 Hoffenheim) dazu.


"Julian hat binnen kurzer Zeit viel bewegt in Hoffenheim", sagte Kosicke über den 30-Jährigen, der nach dem vierten Platz mit den Kraichgauern in der abgelaufenen Saison Begehrlichkeiten bei anderen Klubs geweckt hatte: "Wir haben zusammen entschieden, dass er den internationalen Wettbewerb am besten mit Hoffenheim lernen kann."