Klitschko fordert 'zivilisierte Welt' zur 'Vernichtung des Bösen' auf

KIEW (dpa-AFX) -Nach der erneuten Atomdrohung von Russlands Präsident Wladimir Putin hat Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko die seiner Ansicht nach "zivilisierte Welt" zur "radikalen Vernichtung des Bösen" aufgefordert. "Die von Putin verkündete Mobilmachung und die Atomdrohungen werden dem Aggressor bei seinem Bestreben, die Ukraine und die Ukrainer zu unterwerfen und zu vernichten, nicht helfen", sagte der 50-Jährige laut einer Mitteilung vom Mittwoch. Der "Tyrann" Putin habe Prozesse in Russland gestartet, die ihn selbst zugrunde richten würden. Es sei keine Zeit mehr, von "irgendwelchen "illusorischen" Friedensverhandlungen zu reden", betonte der Ex-Boxweltmeister.

Russland hatte vor knapp sieben Monaten eine Invasion in die Ukraine begonnen. Mittels am Freitag startender Scheinreferenden will Moskau sich vier süd- und ostukrainische Gebiete einverleiben. Vorbild ist die Annexion der ukrainischen Schwarzmeerhalbinsel Krim von 2014. Es handelt sich bei den Abstimmungen um Scheinreferenden, weil sie ohne Zustimmung der Ukraine, unter Kriegsrecht und nicht nach demokratischen Prinzipien ablaufen. Auch eine freie Arbeit internationaler unabhängiger Beobachter ist nicht möglich.

In seiner Rede zu einer Teilmobilmachung hatte Putin am Mittwochmorgen zum Durchsetzen des Gebietsanspruchs direkt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht.