Klinikstandort: Krankenhäuser schlagen Alarm: Berlin braucht mehr Betten

Patient in Krankenhausbett

In Berlin gibt es kaum einen Klinikstandort, an dem nicht gebaut oder modernisiert wird. Nicht nur an der Charité, die wie berichtet an den Standorten in Mitte, Wedding und Steglitz für die kommenden Jahre einen Investitionsbedarf von rund 1,43 Milliarden Euro hat, drehen sich die Baukräne. Auch an vielen anderen Kliniken sind Baumaßnahmen dringend nötig, denn in den vergangenen Jahren wurden die Investitionen in die Krankenhäuser sträflich vernachlässigt. Zudem wächst die Bevölkerung in der Hauptstadt und damit stoßen viele Häuser an ihre Kapazitätsgrenzen.

Die Investitionen in Krankenhäuser werden über die Fördermittel der Bundesländer finanziert, doch in Berlin lag die Förderung über Jahre deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt. Die Berliner Krankenhausgesellschaft geht von einer Investitionslücke von 2,1 Milliarden Euro aus, die in den vergangenen 20 Jahren entstanden ist. Nur teilweise konnten die Krankenhäuser aus Eigenmitteln nötige Modernisierungen vornehmen. Die Folge sind Wasserschäden in Krankenzimmern, überfüllte Rettungsstellen oder Vier-Bett-Zimmer mit Nasszelle auf dem Gang, die längst nicht mehr dem Standard entsprechen.

Den dringenden Handlungsbedarf hat auch der Senat erkannt. Die Mittel, die das Land für Investitionen zur Verfügung stellt, sollen nach Angaben der Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) von derzeit 109 Millionen schrittweise auf 186 Millionen Euro im Jahr 2021 wachsen. Die vorgesehenen Fördermittel liegen aber immer noch unter dem von der...

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