Klingbeil: Weitere Waffenlieferungen an Ukraine schnell prüfen

BERLIN (dpa-AFX) - Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat eine schnelle Prüfung weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine gefordert. Nach der Rückeroberung von Gebieten im der Ostukraine sagte er im ARD-Sommerinterview, es sei "ein riesiger Erfolg, den die Ukrainerinnen und Ukrainer gerade haben". "Das hat auch damit zu tun, dass der Westen, dass Deutschland, dass wir wahnsinnig viele Waffen geliefert haben in den letzten Wochen und Monaten. Und das muss weitergehen. Das wird auch weitergehen", sagte Klingbeil in dem Interview, das am Sonntagabend ausgestrahlt werden sollte. In einer zweiten Tranche liefere Deutschland Raketenwerfer und den Flugabwehrkanonenpanzer Gepard.

"Aber natürlich müssen wir im westlichen Bündnis auch bewerten: Muss es jetzt weitere Waffenlieferungen geben? Und das muss schnell passieren", sagte Klingbeil. Alleingänge Deutschlands schloss er aus. Man müsse sich eng mit Amerikanern und Franzosen abstimmen. "Kein Land liefert gerade westliche Kampfpanzer", sagte Klingbeil: Und: "Das ist die Entscheidung. Das muss jetzt unter den Staats- und Regierungschefs besprochen werden angesichts der Forderungen aus der Ukraine, angesichts auch der Erfolge, die die Ukraine gerade hat, was die nächsten Schritte sein können, um dieses Land zu unterstützen."