Klingbeil sieht Kaufprämien für Autos wegen Coronakrise kritisch

BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Autogipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Vertretern der Autobranche stellt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil Kaufprämien in Frage. Er glaube nicht, dass die Menschen nach den ersten Corona-Lockerungen "massenhaft losrennen und Autos kaufen werden", sagte Klingbeil am Dienstag im Deutschlandfunk. Deswegen stelle sich generell die Frage, ob eine Kaufprämie das richtige Instrument sei. Außerdem müssten Nachhaltigkeit und Digitalisierung eine Rolle spielen: "Wenn wir uns entscheiden, der Automobilindustrie unter die Arme zu greifen, (...) dann dürfen keine Technologien der Vergangenheit gefördert werden."

Auch nach Ansicht des Vorsitzenden des Verkehrsausschusses, Cem Özdemir (Grüne), müssen die Autohersteller nach vorne schauen. "Ich finde, die Automobilindustrie könnte diese Krise jetzt auch nutzen, um selber Demut zu zeigen", sagte er am Dienstag im Interview mit dem "Morgenmagazin". Das könne zum Beispiel geschehen, indem Fahrzeuge angeboten würden, die technisch auf dem neuesten Stand seien.