Klimaschutzorganisationen fordern Verschiebung der Weltklimakonferenz

GLASGOW (dpa-AFX) - Klimaschutzorganisationen aus aller Welt haben eine Verschiebung der UN-Weltklimakonferenz gefordert, die im November im schottischen Glasgow stattfinden soll. Reisehürden, Corona-Infektionswellen und ein ungleicher Zugang zu Impfstoffen machten eine "sichere, inklusive und globale Klimakonferenz unmöglich", erklärte das Climate Action Network, in dem sich mehr als 1500 Nichtregierungsorganisationen aus mehr als 120 Ländern zusammengeschlossen haben, am Dienstag in einer Mitteilung.

Eine Präsenz-Konferenz im November würde viele Delegierte und Aktivisten vor allem aus dem globalen Süden de facto ausschließen, hieß es weiter - etwa dadurch, dass manche Reiserouten gar nicht verfügbar oder unverhältnismäßig teuer seien.

Die britische Regierung will nach der pandemiebedingten Verschiebung im vergangenen Jahr an einer Präsenzveranstaltung im November festhalten und hatte vor einigen Monaten angekündigt, in Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen Impfungen für alle Teilnehmer, Beobachter und Medienschaffende zur Verfügung zu stellen. Das Climate Action Network kritisierte die Bemühungen jedoch als unzureichend, da bislang keine Impfungen erfolgt seien.

Die britische Regierung kündigte zudem an, auch die hohen Kosten für Quarantäne-Hotels zu übernehmen. Einreisende aus Hochrisikoländern auf der sogenannten roten Liste der britischen Regierung müssen sich für zehn Tage nach der Einreise in diesen selbst isolieren - normalerweise zum Selbstkostenpreis von mehr als 2000 Pfund (umgerechnet rund 2327 Euro).

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