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Klimaproteste: Oben ohne und schlammig vor dem italienischen Senat

Oben ohne und schlammig vor dem italienischen Senat. So sah eine der Demonstrationen von Klimaaktivisten aus, die an diesem Dienstag in Europa stattfanden.

In Rom haben sich Umweltaktivisten der letzten Generation mit Schlamm bedeckt, um gegen fossile Brennstoffe und die Folgen des Klimawandels zu protestieren.

Auch in London protestierten Klimaaktivisten während der jährlichen Aktionärsversammlung des Ölgiganten Shell. Demonstranten versuchten, die Bühne zu stürmen.

Carina Manitius, Demonstrantin von Fossil Free London: "Shell fördert weiterhin hier im Vereinigten Königreich und auf der ganzen Welt in einigen der artenreichsten Regionen auf den Philippinen und im Nigerdelta. Trotz der Gefährdungslage, die sie kennen und die besagt, dass die weitere Expansion uns von einer 1,5-Grad-Klippe stürzen wird, was uns nur noch mehr in Richtung Aussterben und Klimakatastrophe treibt."

Mit Protestaktionen am Genfer Flughafen haben Klimaaktivisten am Dienstag etwa eine Stunde lang für Beeinträchtigungen beim Flugverkehr in der Schweizer UN-Stadt gesorgt. Dutzende Menschen besetzten gegen Mittag einen Teil des Rollfelds. Aktivisten ketteten sich an Flugzeuge, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor Ort berichtete. Die Störung habe zahlreiche Flugverspätungen ausgelöst, sagte ein Flughafensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem seien sieben Flüge auf andere Flughäfen umgeleitet worden. Laut Polizei wurden etwa 80 Personen festgenommen.

Laut der Umweltschutzorganisation Greenpeace galt die Aktion einer Flugzeugmesse für Business-Jets, die noch bis Donnerstag in Genf stattfindet. "Eine kleine Gruppe von Superreichen belastet das Klima und die Umwelt übermäßig", sagte Greenpeace-Vertreterin Agnes Jezler.

Die Organisation betonte, dass sie nicht auf die Störung des Flughafens abzielte, sondern auf die Branchenveranstaltung, die auf einem Teil des Flughafens stattfindet.

Nach Angaben der Industriestaaten-Organisation OECD war die Luftfahrtbranche vor der Corona-Pandemie für drei Prozent der globalen Energie-Emissionen des Treibhausgases CO2 verantwortlich. In Industriestaaten waren es fünf Prozent.