Klimaaktivistin Nakate: Afrika braucht Investitionen in Erneuerbare

STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die führende Klimaaktivistin Vanessa Nakate hält nichts von dem Angebot von Bundeskanzler Olaf Scholz an den Senegal, bei der Gasförderung zu kooperieren. "Was Afrika braucht, sind Investitionen in erneuerbare Energien und nicht mehr Infrastruktur für fossile Brennstoffe", sagte die Aktivistin aus Uganda am Donnerstag am Rande der internationalen Umweltkonferenz Stockholm+50 der Deutschen Presse-Agentur. Man habe gesehen, wie Investitionen in die Gewinnung fossiler Brennstoffe in afrikanischen Ländern zu Menschenrechtsverstößen, Gewalt und in manchen Gemeinden gar zu verschärfter Armut geführt hätten.

Auf einer Afrika-Reise hatte Kanzler Scholz dem Senegal vor kurzem eine Zusammenarbeit bei der Gasförderung angeboten. Es geht dabei um die Erschließung eines Gasfelds vor der westafrikanischen Küste, an dem neben dem Senegal auch Mauretanien beteiligt ist. Der Kanzler zeigte sich auch zu einer stärkeren Kooperation bei erneuerbaren Energien bereit.

Mit einer Finanzierung fossiler Brennstoffe im Senegal würde Deutschland gegen eingegangene Verpflichtungen verstoßen, solche Investitionen nicht mehr zu tätigen, sagte Nakate. Stattdessen brauche es erneuerbare Energien, um Menschen in Afrika aus der Energiearmut zu befreien. "Afrikanische Nationen brauchen keine fossilen Brennstoffe, die bereits massive Zerstörung durch Klimakatastrophen verursachen. Was wir wirklich benötigen, ist, dass Länder wie Deutschland Geld in Investitionen für saubere Energie stecken", sagte die 25-Jährige.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.