Klima-Risiko: Schulze wirbt für Solidarität mit ärmeren Staaten

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BERLIN (dpa-AFX) - Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) wirbt für mehr Solidarität mit den Ländern, die stark vom Klimawandel betroffen sind. "Der Klimawandel wird unsere Welt dramatisch verändern - auch dann, wenn wir das Ausmaß der Temperaturerhöhung auf 2 Grad oder besser noch auf 1,5 Grad begrenzen können. Wir brauchen jetzt mehr denn je Solidarität auf der Welt, damit diejenigen, die besonders vom Klimawandel betroffen sind, auch Unterstützung erhalten", sagte Schulze am Montag mit Blick auf den internationalen Climate Adaptation Summit, der noch bis zu diesem Dienstag in Vorbereitung auf die UN-Weltklimakonferenz in Glasgow virtuell stattfindet.

Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), berieten zum Wochenauftakt über zusätzliche Investitionen zur Abfederung der globalen Klimaschäden. Deutschland sagte zusätzliche Hilfen in Höhe von 100 Millionen Euro für ärmere Länder zu.

Gleichzeitig betonte die Bundesumweltministerin, dass sich auch Deutschland künftig besser gegen Wetterextreme wie Starkregen, Überschwemmungen, Dürren und Waldbrände wappnen müsse. Alte und kranke Menschen sowie das Personal in der Pflege und im Gesundheitswesen müssten "viel besser vor extremer Hitze im Sommer" geschützt werden, erklärte Schulze.

Zu diesem Zweck hatte die Bundesregierung im vergangenen Jahr ein Förderprogramm für die Klimaanpassung in sozialen Einrichtungen auf den Weg gebracht. Bis Mitte Dezember waren nach Angaben des Bundesumweltministeriums rund 600 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro eingegangen.