Kleinkind in US-Tagespflege verletzt Spielkameraden mit Schusswaffe

In einer Kita in den USA hat ein Kind eine echte und geladene Schusswaffe in die Hände bekommen und zwei Dreijährige durch Schüsse lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei in Dearborn im Bundesstaat Michigan war zunächst unklar, wie das Kind an die Waffe kam

In einer Tagespflegeeinrichtung in den USA hat ein Kleinkind eine geladene Schusswaffe in die Hände bekommen und zwei Spielkameraden durch Schüsse schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei in Dearborn im Bundesstaat Michigan feuerte das Kind am Mittwoch versehentlich einen oder zwei Schüsse ab. Wie es an die Waffe gekommen war, blieb zunächst unklar.

Die Kinder befanden sich bei einer Tagesmutter, in deren Wohnung laut Medienberichten mehrere Schusswaffen aufbewahrt wurden. Der örtliche Polizeichef Ronald Haddad sagte, der Vorfall werde untersucht. Noch sei ungewiss, was sich genau ereignete, "aber offensichtlich waren hier Waffen in der Nähe von Kindern, und das ist absolut inakzeptabel".

Die beiden verletzten Kinder sind laut Medienberichten drei Jahre alt; das Alter des Kindes mit der Waffe war zunächst unklar. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art in den USA. Kinder bekommen dort immer wieder geladene Waffen in die Hände.

Laut einem Bericht des Lokalsenders WXYZ sind Schusswaffen in Tagespflegeeinrichtungen oder Kindergärten in Michigan nicht generell verboten; allerdings müssen die Waffen ungeladen und an einem verschlossenen Ort außerhalb der Reichweite der Kinder aufbewahrt werden.

Nach Angaben der Brady-Kampagne, die sich gegen die Schusswaffengewalt einsetzt, leben schätzungsweise 1,7 Millionen Minderjährige in den Vereinigten Staaten in Haushalten, in denen geladene Waffen an ungesicherten Orten aufbewahrt werden.

Kinder werden in den USA auch häufig von Kugeln aus Schusswaffen getroffen. Laut einer kürzlich von dem Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlichten Studie werden jährlich rund 5800 Kinder wegen Schussverletzungen behandelt. Alljährlich sterben fast 1300 Minderjährige durch Schussverletzungen.