Kleines Wunder: Orang-Utan-Baby in britischem Zoo geboren

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Nachwuchs für einen der am stärksten bedrohten Primaten: Im britischen Chester ist im Zoo ein Sumatra-Orang-Utan auf die Welt gekommen.

Das wertvolle Jungtier kam nach einer achteinhalb-monatigen Schwangerschaft auf die Welt, seine Eltern sind Emma und Puluh, die beide 34 Jahre alt sind.

Bislang ist es den Affen-Experten des Zoos noch nicht gelungen, das Geschlecht des Neuankömmlings festzustellen - dieser klammert sich seit seiner Geburt Mitte Juni an Mama fest.

Umweltschützer weltweit feiern die Ankunft des zotteligen Babys, ganz besonders in dessen südostasiatischer Heimat. Dort gibt es mittlerweile weniger als 14.000 der Menschenaffen in freier Wildbahn.

Sumatra-Orang-Utans werden auf der Liste der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) als "kritisch gefährdet" geführt, das bedeutet, dass sie akut vom Aussterben bedroht sind

Das Affenbaby ist der erste Nachwuchs, seit die Sumatra-Orang-Utans vor neun Monaten in ihr neues Zuhause, den "Monsoon Forest', gezogen sind. Ihre alte Bleibe war im Dezember 2018 einem Feuer zum Opfer gefallen. Der Zoo von Chester, der für seine Artenschutz-Programme weltweit bekannt ist, ist der einzige in Großbritannien, der Sumatra-Orang-Utans betreut.

Primaten-Spezialistin Claire Parry freut sich ganz besonders über den Zuwachs: "Sumatra-Orang-Utans gehören zu den am meisten gefährdeten Säugetieren, daher ist die gesunde Ankunft eines neuen Babys ein besonderer Moment. Emma ist eine erfahrene Mutter und hat bereits ein enges Band mit dem Kleinen geknüpft. Es ist wunderbar, sie dabei zu beobachten, wie sie es sanft wiegt."

Der Youngster ist ein wichtiger Teil des internationalen Schutz- und Zuchtprogramms. Dieses dient als Sicherheitsnetz für die stark gefährdeten Tiere. Doch das Baby hat eine weitere Aufgabe. "Wir hoffen, dass es uns dabei unterstützt, auf die Vernichtung des Regenwaldes in Südost-Asien aufmerksam zu machen. Diese ist dafür verantwortlich, dass diese großartige Spezies gemeinsam mit vielen anderen vor dem Aussterben steht."

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