Eine kleine Stadt in NRW ist plötzlich reich — dieser Briefkasten zeigt, was wirklich dahinter steckt

Matthias Lauerer
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Es ist wie bei „Asterix“ und dem gallischen Dorf: In Nordrhein-Westfalen gibt es ein kleines Städtchen am Rhein, das Vieles anders macht - und auch noch vollkommen schuldenfrei ist. Der Name der Stadt: Monheim. 

Rund 40.000 Einwohner leben dort. Viele Kommunen und Städte in NRW sind hoch verschuldet. Nicht so in Monheim. Seit gut acht Jahren ergießt sich in der Stadt vor den Toren von Düsseldorf ein wahrer Geldregen über die Einwohner.

Die Stadt spendiert einen funkelnagelneuen Schiffsanleger

Es gibt kostenloses WLAN im öffentlichen Raum. Die Stadtoberen haben eine neue Mehrzweckhalle und ein funkelnagelneue Schiffsanleger spendiert. Der ist für große Kreuzfahrtschiffe gedacht, die mit ihren Passagieren den Rhein erkunden wollen. Das Jugendzentrum wird für Millionen Euro renoviert. Auch die kostenlose und zweckgebundene Überlassung zweier Grundstücke für den Bau von Moscheen war im Etat drin. Ein Schulzentrum wird für 21,7 Millionen Euro saniert, zwei Grundschulen erhalten 27 Millionen Euro. Die Peter-Ustinov-Gesamtschule soll wie neu werden — für 28,8 Millionen Euro. Und: Die Stadt soll darüber hinaus „zum modernen digitalen Standort“ werden, wie der Bereichsleiter Finanzen der Stadt Monheim, Guido Krämer erklärt.

Kurzum: Ein Paradies. 

Unter der Ägide des Bürgermeisters Daniel Zimmermann von der Minipartei Peto — übersetzt in etwa: „Ich fordere“ — veränderte sich die städtische Haushaltslage. 2007 gehörte Monheim mit einem Minus von 120 Millionen Euro noch zu den hoch verschuldeten Städten und Kommunen in NRW. Heute soll die Stadt ein Plus von 120 Millionen Euro aufweisen. Die Wirtschaftsförderung geht „von etwa 300 zusätzlichen Gewerbebetrieben seit 2012“ aus. Die „Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg in den vergangenen fünf Jahren um circa 2.500“, wie Krämer sagt.

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