Kleine Depressions-Diagnose von Google gefällig?

Felix Knoke
Bild des Depressions-Kastens

Amerikanische Internetnutzer, die bei

Google nach

Depression suchen, bekommen ab heute den Vorschlag, noch innerhalb der Suche einen kleinen Fragebogen auszufüllen, der Hinweise auf eine klinische Depression geben könnte. Schlägt der Test an, wird den Ausfüllenden eine professionelle Diagnose empfohlen.



Das ganze spielt sich in einem der sogenannten Knowledge Panels ab, ein Kasten, der Informationen zur Krankheit Depression, ihren Symptomen und möglichen Behandlungsmethoden gibt. Nur wer "Check if you're clinically depressed" drückt, wird zum klinisch validierten Screening-Fragebogen

PHQ-9 (

hier eine deutsche Version) weitergeleitet. Die Selbstauskunft bleibt privat und soll nur die Tür öffnen hin zu einer professionellen Therapie,

so Google.



Der PHQ-9 dient der Feststellung einer

Schweren Depression. Er fragt dazu die neun Kriterien des DSM-IV-Klassifikationssystems und deren jeweilige Intensität ab, zum Beispiel: Fühlen Sie sich durch wenig Interesse oder Freude an ihren Tätigkeiten im Verlauf der letzten zwei Wochen beeinträchtigt?



Google macht diesen diagnostischen Vorstoß nicht alleine. Mit an Bord ist die amerikanische

National Association on Mental Illness (NAMI), die den Ansatz mitentwickelt hat. Durch die immense Reichweite von Google sollen so viele der nichtdiagnostizierten Fälle von Depression aufgedeckt werden und Erkrankte eine Behandlung ermöglichen.


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