Zu klein geplant: Lufthansa: Der Flughafen BER wird kein Drehkreuz

Dafür sei der BER zu klein. Lufthansa will aber neue Verbindungen aus Berlin anbieten. Das gilt aber erst ab dem kommenden Jahr.

Berlin.  Der künftige Hauptstadtflughafen BER wird nicht die Funktion eines Drehkreuzes übernehmen. Das sagte Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister im Interview der Berliner Morgenpost. Um im Luftverkehr eine Rolle wie Frankfurt oder München zu spielen, sei der BER zu klein. Zudem betreibe der Konzern gemeinsam mit Zürich und Wien bereits vier Drehkreuze auf relativ engem Raum. "Ein fünftes ist nicht zweckmäßig, da muss man ehrlich sein", sagte das Lufthansa-Vorstandsmitglied. Die Lufthansa-Gruppe werde in Berlin zwar Interkontinentalverbindungen anbieten, "aber wir werden hier nicht wie in München knapp 30 Langstreckenflugzeuge stationieren".

Nach der Insolvenz von Air Berlin wird der Konzern, zu dem unter anderem auch Eurowings, Austrian Airlines und Swissair gehören, zum zentralen Player im Berliner Luftverkehr. Wenn die Wettbewerbsbehörden zustimmen, übernimmt Eurowings von Air Berlin die beiden Flugbetriebe Niki und Luftverkehrsgesellschaft Walter (LGW).

Die Lufthansa-Gruppe wolle mittel- und langfristig Berlin häufiger anfliegen als bisher, sagte Hohmeister. "Aber das geht erst ab dem nächsten Sommerflugplan. Wir haben nicht von jetzt auf gleich beliebig viele Flugzeuge, Crews und Slots verfügbar, das alles braucht eine gewisse Vorlaufzeit", so Hohmeister. Kommendes Jahr würden drei zusätzliche Verbindungen nach Frankfurt angeboten und auch wesentlich mehr Flüge nach München, Wien und Zürich. Zur Überbrückung setzt die Lufthansa vor allem in Spitzenzeiten vorübergehend größ...

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