Klaus Kinkel: Weltpolitik erscheint in Trump-Zeiten als "dümmlicher Zirkus"

Jürgen Klöckner
Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel. 

Klaus Kinkel war von 1992 bis 1998 Deutschlands Chefdiplomat – doch beim Blick auf US-Präsident Trump wählt der frühere Außenminister eher undiplomatische Worte.

“Die ordnende Weltmacht Amerika ist unter Trump zu einem gigantischen Unruhefaktor geworden”, sagt er im Gespräch mit der HuffPost. Die aktuelle Weltpolitik erscheint dem FPD-Politiker stellenweise wie ein “dümmlicher Zirkus”.

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Als Beispiel nennt er den Washington-Besuch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. “Die gegenseitigen Schmeicheleien, die Umarmungen, die Küsserei unter Männern – das geht mir unendlich auf den Wecker und mir fällt es schwer, das ernst zu nehmen.”

Mit Weltpolitik kennt sich Kinkel aus. Er trieb unter Kohl sechs Jahre im Auswärtigen Amt und als Vizekanzler die europäische Integration voran und baute das transatlantische Verhältnis des wiedervereinigten Deutschlands aus. 

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