Klaus Hommels sucht Kapital für neuen Milliardenfonds

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Lakestar-Gründer und Investor Klaus Hommels.
Lakestar-Gründer und Investor Klaus Hommels.

Bestätigen will er es nicht. Man müsse Verständnis haben, dass sich Lakestar nicht zu marktrelevanten Gerüchten äußern könne, heißt es offiziell zu dem, was derzeit vereinzelt zu hören ist und worüber die schweizerische Handelszeitung nun berichtet hat. Den Unterlagen zufolge, die dem Blatt nach eigenen Angaben vorliegen, sammelt Klaus Hommels, Gründer und Chef von Lakestar, nicht nur Geld für einen neuen Fonds ein. Mit einem Volumen von einer Milliarde Euro soll der zudem einer der größten des Kontinents werden.

Es ist nicht das erste Mal, dass Hommels die Milliardenhürde schaffen will. Beim letzten Mal hatte es nicht ganz gereicht, bei 680 Millionen Euro war Schluss für den bekannten Investor – was den Lakestar-Fonds dennoch zu einem der größten Europas machte. Diesmal dürften die Chancen gut stehen, das zehnstellige Ziel auch wirklich zu erreichen. Denn erstens ist derzeit viel Geld im Markt verfügbar, wie auch die immer größeren Finanzierungsrunden zeigen. In den ersten Monaten der Pandemie lagen viele Budgets brach, nun müssen Gewinne her.

Vorherige Fonds mit beachtlicher Nettorendite

Die kann Hommels, zweitens, ruhigen Gewissens in Aussicht stellen. Mit Exits wie Harry’s oder Nebenan.de konnte das Hommels-Team in den vergangenen Monaten und Jahren mehrere gute Erfolge vorweisen. Und mit Investments in Firmen wie Isar Aerospace, Aleph Alpha oder Hometogo, das Lakestar gerade über einen Spac an die Börse brachte, ist die Pipeline gut gefüllt. Nach Angaben in den Investorenunterlagen geben auch die Zahlen das wieder: Die Nettorendite (IRR) des letzten Fonds liegt bei 27 (Early Stage) bzw. 32 Prozent (Wachstum), schreibt die Handelszeitung.

Dass Hommels offenbar beim bekannten Rezept bleiben will, verwundert also wenig: Ein Viertel sollen demnach in Frühphasen-Startups fließen, drei Viertel in etwas reifere Firmen. Beim vorhergegangenen Fonds war die Quote etwa ein Drittel zu zwei Drittel, also ähnlich.

Der Fokus auf Wachstumsunternehmen ist Hommels seit jeher wichtig. Der Investor hatte auf vielen Bühnen beklagt, dass sich Europa immer stärker von ausländischen VCs abhängig mache. Und zudem letztlich nicht nur Gewinne, sondern auch Wissen und Talente verliere, wenn nicht mehr und größere europäische Fonds in europäische Startups investieren. Dass der Großteil seiner eigenen Fonds von Investoren zum Beispiel aus Singapur getragen werden, war für ihn dabei nie ein Widerspruch. Ob Hommels dieses Mal womöglich mehr europäische Geldgeber findet? Nach dem Closing, das dem Handelszeitung-Bericht zufolge im ersten Quartal 2022 stattfinden soll, werden Lakestar und Hommels sicher mehr Informationen preisgeben.

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