Klaus Fischers Jahrhunderttor wird 40

SID
Klaus Fischers Jahrhunderttor wird 40

Das Jahrhunderttor des deutschen Fußballs wird heute 40. Am 16. November 1977 ging beim 4:1 im Länderspiel in Stuttgart gegen die Schweiz alles sehr schnell. Rüdiger Abramczik startete in der 59. Minute einen seiner gefürchteten Läufe auf der rechten Seite und flankte in den Strafraum. Dort stieg Klaus Fischer hoch, nahm den Ball im Strafraum quer in der Luft liegend an und drosch ihn ins Gehäuse.
Tor des Monats, Tor des Jahres, Tor des Jahrzehnts und schließlich sogar Tor des Jahrhunderts. Die Ehrungen nahmen kein Ende. "Das ist schon eine besondere Gabe", sagte Klaus Fischer im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund mit stolzem Blick, "neben hartem Training braucht man auch das entsprechende Talent."
Das hatte Fischer. Es war schließlich nicht sein einziger Fallrückzieher, der sein Ziel fand. Auch im WM-Halbfinale am 8. Juli 1982 glückte ihm gegen Frankreich ein solcher Coup zum 3:3 in der Verlängerung. "So einen Fallrückzieher kann nicht jeder", sagte Fischer dem SID und verriet das Erfolgsrezept: "Die Flanke muss immer von rechts kommen, damit es klappt." So wie auch 1977 und wie seitdem in dieser Form nicht mehr.
Auch der 45-malige Nationalspieler Klaus Fischer selbst wartet auf einen Nachahmer. "Es wäre schön, wenn ein aktueller Spieler nachziehen würde." Wen er dazu für fähig hält? Keine Antwort.
Fischer nur auf seine Fallrückzieher zu reduzieren, würde ihm bei weitem nicht gerecht werden. "Das macht mich zwar stolz", sagte Fischer immer wieder, verwies aber stets darauf: "Ich habe in meiner Karriere 268 Tore erzielt." Damit ist er bis heute zweitbester Bundesliga-Torschütze hinter Gerd Müller (365).