Klassik: Eine Begegnung zwischen Orient und Okzident im Konzerthaus

Die Orchestersolisten sind gefordert, und nicht alle sind gleich nervenstark: das Asian Youth Orchestra

Eine Hommage an die quirlige, multikulturelle Metropole Hongkong. Das Asian Youth Orchestra hätte kaum eine passendere Komposition zum Jugendorchester-Festival Young Euro Classic mitbringen können. Chun-Wai Wong hat in seinem Stadtporträt "As The Heart Soars" eine Begegnung zwischen Orient und Okzident komponiert. Folkloristische Motive aus Asien wechseln mit synkopierten Jazzrhythmen. Der junge chinesische Komponist nimmt im Konzerthaus dankbar den Applaus und eine Sonnenblume entgegen.

Hongkong ist die Basis des Asian Youth Orchestra, dort finden fast jedes Jahr die Proben des Ensembles statt. Nun gibt es sein Debüt beim Berliner Festival. Seit 1998 war es nicht mehr an der Spree. Der amerikanische Dirigent und Manager Richard Pontzious, der seit einem halben Jahrhundert in Asien lebt, hatte 1990 die Vision, die teilweise heftig zerstrittenen asiatischen Nationen in einem Jugendorchester zu vereinen.

Welttournee durch Asien, Amerika und Europa

In Yehudi Menuhin fand er einen prominenten Mitstreiter. Inzwischen ist die Unternehmung in Asien höchst etabliert. Nicht nur Japaner und Chinesen, auch Musiker aus neun anderen asiatischen Nationen spielen im Orchester. In diesem Sommer sind die Nachwuchsmusiker mit ihrem britischen Chefdirigenten James Judd auf einer Welttournee, die durch Asien, Amerika und Europa führt.

Max Bruchs Violinkonzert hat einen Stammplatz in jedem Geigerrepertoire. Das Asian Youth Orchestra hat den Stargeiger Vadim Repin aus Novosibirsk mitgebracht. Er spiel...

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