Auf Klassenreise: Muslimische Schüler aus Berlin in Polen bespuckt und bedroht

Frau mit Kopftuch (Symbolbild)

Wie das polnische Nachrichtenportal "Wirtualna Polska" und die polnische Zeitung "Fakt" berichten, sollen muslimische Schüler der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsshule in Berlin-Moabit während ihrer Klassenreise in Polen mehrfach bedroht, angegriffen und rassistisch beleidigt worden sein. Über die Vorfälle berichteten auch "Zeit Online" sowie "Deutschlandfunk Kultur".

Die mehrheitlich muslimischen Oberstufenschüler seien mit Lehrkräften im Rahmen der "AG Erinnern" im Juni zehn Tage lang in Polen unterwegs gewesen, hätten unter anderem Warschau, Lublin, Lodz sowie die Vernichtungslager Treblinka und Majdanek besucht, heißt es. Zweck der Reise sei es gewesen, sich über die Vernichtung der Juden während der Nazizeit zu informieren.

Mehrere Schülerinnen und Schüler beklagten laut Medienberichten massive Beleidigungen. So soll eine Schülerin mit Kopftuch im ostpolnischen Lublin bespuckt und beleidigt worden sein. Mitschüler hätten den Vorfall Streifenpolizisten gemeldet, die dies jedoch ignoriert hätten. Auf einer Polizeiwache seien die Schüler wegen ihrer Beschwerde ausgelacht worden, heißt es weiter. Eine Schülerin sagte dem "Deutschlandfunk": "Wir haben auch ein Grinsen in den Gesichtern der Polizisten gesehen, und ein Pole hat uns erklärt, dass uns die Polizisten nicht helfen wollten."

Auf einem Markt soll Mitgliedern der Gruppe der Kauf von Wasserflaschen verweigert worden sein. Begründung: Sie seien keine Polen. Eine Schülerin berichtet, sie sei von einem Mann mit einem Messer bedroht worden.

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