Werder-Boss setzt Deadline für Saisonende

Sportinformationsdienst

Werder Bremens Geschäftsführer Klaus Filbry hält eine schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Fußball-Bundesliga für utopisch. "Wir gehen davon aus, dass vor Mai nicht gespielt wird", sagte Filbry im Interview mit der Süddeutschen Zeitung (Wochenend-Ausgabe).

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Selbst dies sei "auch nur eine Annahme, bisher sind ja nur der 26. und 27. Spieltag ausgesetzt worden". Trainer Florian Kohfeldt werde beim Tabellen-17. "wahrscheinlich den April noch mal als Vorbereitungszeit nutzen, um dann die sehr intensive Phase angehen zu können. Wir glauben, dass dann im Drei-Tages-Rhythmus gespielt wird."

30. Juni als Deadline

Allerdings sieht Filbry terminlich auch eine klare rote Linie: den 30. Juni. "Eine dreistellige Anzahl von Verträgen in der ersten und zweiten Liga laufen zu diesem Datum aus", sagte er: "Entweder wir schaffen es bis zum 30. Juni, oder wir haben eine Saison, die abgebrochen wird."


Dieses Szenario gepaart mit dem Abstieg bezeichnete Filbry als schlimmstmöglich - dann würde es wohl auch den Profis an die Gehälter gehen. "Wenn es wirklich zum Super-GAU kommt, dann müssen wir alle Solidarität zeigen, denn dann geht's wirklich ums Überleben", betonte der 53-Jährige. "Da gehören dann die Spieler auch dazu."

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Eine akute Existenzbedrohung für Werder sieht der Geschäftsführung aber derzeit nicht: "Es sind für alle Vereine wirtschaftliche Herausforderungen von nie dagewesenem Ausmaß. Aber ich glaube auch, dass sie lösbar sind. Wir müssen hier nicht morgen zuschließen."