Klöckner fordert mehr Transparenz bei Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln

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Eier

Anders als bei rohen Eiern können Verbraucherinnen und Verbraucher bei Backwaren, Mayonnaise oder Frischei-Nudeln meist nicht erkennen, wie die Legehennen gehalten wurden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) will sich beim EU-Agrarrat deshalb dafür einsetzen, dass auch bei Ei in verarbeiteten Lebensmitteln die Haltungskennzeichnung verpflichtend wird. Dies solle für "mehr Transparenz beim Einkauf sorgen", erklärte Klöckner am Sonntag.

"Die europaweit bestehende Kennzeichnungspflicht für unverarbeitete Eier sollte auf alle Produkte, in denen Eier verarbeitet wurden, erweitert werden", forderte die Ministerin. "Denn die Kennzeichnung ist den Verbrauchern bekannt, viele achten sehr bewusst darauf."

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums steht das Thema auf Initiative Klöckners am Montag beim virtuellen EU-Agrarrat auf der Tagesordnung. Befassen wollen sich die Landwirtschaftsminister zudem mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2022, zu der auf europäischer Ebene derzeit noch Trilogverhandlungen laufen, an denen neben Parlament und Rat auch die EU-Kommission beteiligt ist. Klöckner dringt darauf, dass die Verhandlungen nun zügig vorankommen müssten, um die notwendige Umsetzung auf nationaler Ebene zur künftigen Verteilung der EU-Agrargelder abschließen zu können.

jm/jp