Klöckner bezeichnet Schutz von Bienen als "systemrelevant"

Landwirtschaftsministerin Klöckner im Bundestag

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) setzt beim Schutz von Bienen auf eine gemeinsame Lösung mit Landwirten und der EU. "Wenn unsere Wissenschaftler mir sagen, dass Neonikotinoide zum Bienensterben führen, dann werde ich gemeinsam mit der Landwirtschaft und meinen europäischen Partnern eine Lösung finden", sagte Klöckner in ihrer Regierungserklärung am Freitag im Bundestag. Was für Bienen schädlich sei, müsse "weg vom Markt - sonst sind irgendwann alle anderen weg vom Markt". Bienen seien "systemrelevant".

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte Ende Februar in einer neuen Risikobewertung die Gefahr von Neonikotinoiden für Honig- und Wildbienen bestätigt. Die EU-Kommission will den Freiluft-Einsatz der umstrittenen Insektizide in der EU nun komplett verbieten.

Klöckner kündigte außerdem an, ein staatliches "Tierwohllabel" einzuführen, das den Verbrauchern aufzeigen soll, welche Lebensmittelhersteller mehr für die artgerechte Haltung tun, als gesetzlich vorgeschrieben ist. "Bessere Standards müssen erkennbar sein", sagte Klöckner. Der Verbraucher entscheide dann, "was ihm Tierwohl wert ist".

"Ganz zentral" sei für sie zudem die Ernährungsbildung, sagte die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft. "Denn nur mit Wissen über Ernährung kann man auch Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes begegnen."