Kita-Streik: 9 Eltern berichten über die massiven Folgen

Katharina Schneider
Die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst streiken in diesen Tagen in fast ganz Deutschland.

Es wird wieder gestreikt in Deutschland. In zahlreichen Bundesländern gehen in diesen Tagen Beschäftigte im öffentlichen Dienst auf die Straßen und fordern mehr Geld. Darunter auch zahlreiche Mitarbeiter von Kitas, Kindergärten und Horts

Auch wenn die Forderung nach einem höheren Gehalt für viele Eltern durchaus verständlich ist, bringt der Streik viele von ihnen eine brenzlige Situation. Denn wer passt auf die Kleinen auf, während Mutter und Vater in der Arbeit sind?

9 Eltern haben uns erzählt, wie sehr der Streik sie belastet und wie sie es in diesen Tagen trotzdem schaffen, Kind und Job unter einen Hut zu bringen. 

“Wir Eltern sind auf ein Netzwerk angewiesen”

Stephanie Perret, Mutter aus München

Der Streik nervt mich – einfach, weil er die einschränkt, die an der Situation eh nichts ändern können. Ich schätze die Erzieher meiner Kinder und finde auch, dass sie für ihre großartige Arbeit nicht die notwendige Anerkennung in ihrem Beruf erfahren. Trotzdem können wir Eltern daran erst einmal nichts ändern – und unsere Kinder noch weniger.

Heute passe ich auf meine vierjährige Tochter und zwei weitere Kita-Kinder alleine auf. Mittags kommt meine siebenjährige Tochter hinzu, da der Hort ebenfalls geschlossen ist und ein weiteres Kita Kind, weil die Oma nur bis mittags Zeit hat.

Ich kann heute glücklicherweise von zuhause arbeiten, deshalb habe ich befreundeten Eltern angeboten, ihr Kind mit zu betreuen. Im Falle eines Streiks helfen wir uns immer gegenseitig aus. Auf dieses Netzwerk sind wir Eltern dann auch angewiesen – denn ohne Hilfe wäre der Streik für uns schwer zu händeln.

“Der Streik ist für mich ein echter Kraftakt”

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