Kinofilme 2018: Das sind die größten Tops und Flops bisher

„Avengers: Infinity War“ ist einer der bisher erfolgreichsten Kinofilme des Jahres (Bild: Chuck Zlotnick/Marvel/Walt Disney Studios Motion Pictures/Courtesy of Everett Collection)

In diesen unsicheren Zeiten ist es kein Wunder, dass Kinogänger sich nach Helden sehnen, zu denen sie aufblicken können. Und in der ersten Hälfte 2018 gab es davon jede Menge. Bis zur Mitte des Jahres waren die vier erfolgreichsten Filme alle Superhelden-Abenteuer: „Black Panther“, „Avengers: Infinity War“, „Die Unglaublichen 2“ und „Deadpool 2“. Außerdem basieren alle diese Titel auf klassischen Figuren aus den Marvel Comics (bzw. im Fall „Die Unglaublichen 2“ von ihnen inspiriert). Während Comicbuchverfilmungen 2018 die großen Gewinner sind, gibt es auch noch jede Menge weitere finanziell erfolgreiche Werke. Hier ist unsere Zusammenfassung der bisherigen Gewinner und Verlierer.

Gewinner

Marvel-Filme sind weiterhin angesagt
Marvel Studios haben dieses Jahr das große 1:0 geschafft und Kinofans weltweit konnten sich über nicht einen, sondern gleich zwei rekordebrechende Filme freuen. Im Februar wurde Ryan Coolers „Black Panther“ gleich am ersten Tag zum Kassenschlager und legte einen beispiellosen Lauf hin, bis er im März weltweit die Milliarden-Dollar-Marke knackte.

Lang lebe Wakanda. Chadwick Boseman in „Black Panther”. (Bild: Marvel Studios)

Und dann erklärte Marvel mit seinem dritten „Avengers“-Film auch noch der Konkurrenz im Sommer den (Infinity) Krieg. Allein am Eröffnungswochenende spielte er umgerechnet fast 223 Mio. Euro ein und knackte im Juni die $2 Mrd. (1,72 Mrd. Euro) Marke, was ihn auf eine Stufe mit „Titanic” und „Star Wars: Das Erwachen der Macht” stellt. Außerhalb des zentralen Marvel Cinematic Universe spielte in der Zwischenzeit auch noch „Deadpool 2“ 257,5 Mio. Euro ein und bewies, dass das Publikum vom Söldner mit der großen Klappe oder seinen mutierten Gefährten noch lange nicht genug hat.

Die unglaubliche Pixar-Fortsetzung kommt an

Als „Die Unglaublichen 2” am Eröffnungswochenende 156 Mio. Euro einspielten, war dies das beste Debüt in der Geschichte des Animationsfilms und nur zehn Tage nach der Veröffentlichung liegen die Einnahmen allein in den USA bei guten 300 Mio. Euro. Sieht ganz so aus, als wollten die Leute mehr Abenteuer mit Brad Birds Superkräfte-Familie sehen.

Die Unglaublichen 2 (Disney/Pixar via AP)

Außerdem beweist der Film erneut Pixars Erfolg mit Fortsetzungen – die drei größten Kinostarts hatte das Studio alle mit Forsetzungen („Die Unglaublichen 2“, „Findet Dorie“ und „Toy Story 3“).

Das gefallene Königreich erhebt sich

25 Jahre nachdem „Jurassic Park” 1993 der erfolgreichste Blockbuster des Jahres war, zeigt der Nachfolger „Jurassic World: Das gefallene Königreich“, dass Dinosaurier noch immer angesagt sind… zumindest im Kino.

„Jurassic World: Das gefallene Königreich“ (Bild: Universal Pictures)

Mit unglaublichen 140 Mio. Euro am Eröffnungswochenende widerlegte Regisseur J.A. Bayona mit seiner Fortsetzung zu Colin Trevorrows 2015er Erfolg die weitaus indifferenten Kritiken und grub seine Klauen in die Portemonnaies der Kinogänger. Wie Ian Malcom warnen würde, es ist wirklich eine „Jurassic World“ und wir sind mittendrin.

„Ocean’s 8” sahnt groß ab

Gary Ross’ Fortsetzung des „Ocean’s“-Franchise (das von Regisseur Steven Soderbergh 2001 gestartet wurde) mit einer kompletten Frauenbesetzung hat bei einem angeblichen Budget von 60 Mio. Euro bereits beeindruckende 86,1 Mio. Euro in den USA und 146,7 Mio. Euro weltwiet eingespielt.

Die Besetzung von „Ocean’s 8“ (Bild: Warner Bros.)

In Anbetracht der Tatsache, dass die endgültigen Einnahmen noch steigen sollten, bevor der Film aus dem Kino genommen wird, bestätigte der Film mit Sandra Bullock in einer der Hauptrollen, dass die Filmreihe mit Starbesetzung noch immer zieht und dass das Publikum Fortsetzungen/Reboots mit einer reinen Frauenbesetzung noch besser findet, wenn die Filme selbst eben einfach gut sind.

Komödien können billig sein

Hier ist ein generelles Erfolgsrezept: Man nehme eine Gruppe witziger Leute, gebe ihnen ein paar Hundert Millionen Dollar, um einen Film zu machen und lehne sich dann entspannt zurück und freue sich über den guten Gewinn. Das ist die Anleitung, der 2018 eine ganze Reihe von Komödien folgten, darunter auch „Der Sex Pakt“, „Book Club – Das beste kommt noch“ und „Game Night“.

Jason Bateman und Rachel McAdams in „Game Night”. (Bild: New Line Cinema)

Mit Budgets, die von 8,6 Mio. Euro für „Book Club – Das beste kommt noch“ bis zu 31,8 Mio. Euro im Fall von „Game Night“ reichen, machen diese Filme niemanden arm, können aber jede Mege einbringen.

Low-Budget Horror FTW

Es gibt kein anderes Genre, das so regelmäßig für gute Einnahmen sorgt, wie Horror und 2018 hat sich diese verlässliche Tatsache erneut bewiesen. John Krasinskis „A Quiet Place“ wurde für 14,6 Mio. Euro produziert und spielte weltweit 280 Mio. Euro ein. Ari Asters „Hereditary – Das Vermächtnis” kostete Berichten zufolge 8,6 Mio. Euro und hat bis heute 37,4 Mio. Euro eingespielt.

Millicent Simmonds und John Krasinski in „A Quiet Place”. (Bild: Paramount Pictures)

Und „Wahrheit oder Pflicht“ von den Horror-Meistern von Blumhouse verwandelte ein 3,2 Mio. Euro Budget in 75,5 Mio. Euro Einnahmen an den Kinokassen. Die Leute wollen sich einfach nach wie vor gruseln und Filmemacher müssen keine Unsummen ausgeben, um ihnen die Albträume zu bescheren, nach denen sie sich so sehnen.

Fifty Shades of Money

Die Kritiker haben sich zwar über die „Fifty Shades”-Filmreihe lustig gemacht, aber Universal lacht zuletzt… wenn das Studio sein Konto checkt. Jeder einzelne Film der S&M-geprägten Reihe – inklusive des diesjährigen Trilogie-Abschlusses „Fifty Shades of Grey – Befreite Lust“ – spielte mehr als 85,8 Mio. Euro von Kinogängern ein, die sich für die provokativen Sexszenen interessierten und wegen des frechen Humors des Franchise dabei blieben.

Dakota Johnson und Jamie Dornan in „Fifty Shades of Grey – Befreite Lust”. (Bild: Universal Pictures)

Seien Sie nicht überrascht, wenn das Studio einen Weg findet, auch noch EL James‘ Versionen „Grey – Fifty Shades of Grey von Christian selbst erzählt“ ins Kino zu bringen, selbst wenn Dakota Johnson und Jamie Dornan eine Rückkehr ablehnen würden.

Spielberg erneut im $100 Millionen Club

Steven Spielberg hatte seit sechs Jahren keinen Film mehr, der über $100 Mio. einspielte (2012 war „Lincoln“ der letzte) und nur fünf seiner Spielfilme schafften diese Marke in den vergangenen zwei Jahren. Deshalb war „Ready Player One“ mit Einnahmen in Höhe von 117,3 Mio. Euro in den USA (und 499,1 Mio. Euro weltweit) für den gefeierten Regisseur eine eindeutige Rückkehr zu seiner alten Hochform. Seine Adaption von Ernest Clines Bestsellerroman – geprägt von beeindruckenden CGI-Effekten und zahlreichen Anspielungen an die Popkultur – befriedigte seine treuen Anhänger und brachte ihm zahlreiche neue Fans.

Ready Player One (Bild: Warner Bros.)

Wahre Geschichte: Dokumentarfilme sind angesagt

Es waren ein paar magere Jahre für Dokumentarfilme, aber einer der größten Erfolge 2018 sind wahre Begebenheiten. Nehmen Sie „RBG“, Betsy Wests und Julie Cohens Porträt der Richterin am obersten Gerichtshof in den USA, Ruth Bader Ginsburg, der seit seiner Veröffentlichung Anfang Mai über 8,6 Mio. Euro eingespielt hat. (Fürs Protokoll: das macht ihn zum erfolgreichsten Film – egal ob Dokumentar- oder Spielfilm – in der 17-jährigen Firmengeschichte von Magnolia Pictures). In der Zwischenzeit hat sich Morgan Nevilles schnulziger Dokumentarfilm „Won’t You Be My Neighbor?“ über Fred Rogers mit Einnahmen in Höhe von 3,4 Mio. Euro, Tendenz steigend, in die Top 10 gekämpft.

Und weitere hochkarätige Doku-Filme wie „Whitney“ und „Generation Wealth“ stehen in den Startlöchern, was verdeutlicht, dass der derzeitige Dokumentarfilm-Trend keine Fiktion ist.

„Super Troopers 2”: Ein Mini-Erfolg per Crowdfunding

17 Jahre nachdem die Comedytruppe Broken Lizard der Welt „Super Troopers – Die Superbullen” präsentierte, fand die Gruppe für den Film mit dem Passenden Titel „Super Troopers 2” erneut zusammen. Während der Film kaum als Hit bezeichnet werden kann, war es durchaus ein kleiner Erfolg, als er mit seinem 12,9 Mio. Euro Budget 25,8 Mio. Euro einspielte – die Hälfte davon am Eröffnungswochenende –, vor allem, wenn man bedenkt, dass er teilweise durch Crowdfunding finanziert wurde. Das ist der Beweis, dass Fans ihren Traum einer Fortsetzung verwirklichen können – und dass diese Träume dann tatsächlich Profit machen.

Super Troopers 2 (Bild: Broken Lizard)

Verlierer

Eine galaktische Enttäuschung

Für die meisten Filme wäre ein Gewinn von 173,4 Mio. Euro ein riesiger Erfolg. Im Fall von „Solo: A Star Wars Story“ dagegen ist es die bisher größte finanzielle Enttäuschung des Jahres. Der Film von Regisseur Ron Howard ist derzeit der Film mit den niedrigsten Einnahmen in der Geschichte des Franchise und es ist der erste von Disney produzierte „Star Wars“-Film, der weltweit weniger als $1 Mrd. einspielen wird.

Solo: A Star Wars Story (Bild: Lucasfilm)

Mit einem angeblichen Budget von 215 Mio. Euro oder mehr und einem Marketing-Budget im Bereich um die 129 Mio. Euro wird er für das Maus-Haus ziemlich wahrscheinlich zu großen Verlusten führen. Die Leistung ist so unterdurchschnittlich, dass das Studio Gerüchten zufolge vorerst alle weiteren Spin-Offs auf Eis gelegt hat.

Ein Rätsel

Es dauerte über drei Monate, aber Ava DuVernays Adaption von Madeline L’Enges Romanklassiker „Die Zeitfalte“ (Neuausgabe: „Das Zeiträtsel“) schaffte es endlich, über $100 Mio. einzuspielen. Leider betrug auch das Budget $100 Mio. (85,8 Mio. Euro), was den Status für Disney als Flop zementierte.

„Das Zeiträtsel” (Bild: Disney)

Die gute Nachricht ist, dass der Film eine kleine Gruppe hingebungsvoller „Krieger“ versammeln konnte, die fest entschlossen sind, ihn zu einem Home-Entertainment-Klassiker zu machen, so wie es Disney-Filme wie „Die Abenteuer des Natty Gann“ und „Der Flug des Navigators“ für Kinder der 80er waren.

Der Amy Schumer-Zug entgleist

Amy Schumers Erfolgshit „Dating Queen“ von 2015 (94,4 Mio. Euro) ließ vermuten, sie sei der nächste Erfolgsgarant für Komödien. Aber „Mädelstrip“ vom vergangenen Sommer (mit Goldie Hawn in ihrer ersten großen Filmrolle seit Jahren) spielte nur 38,6 Mio. Euro ein und „I Feel Pretty“ im April brachte nur 41,2 Mio. Euro in den USA, international lief es etwas besser.

Aidy Bryant, Busy Philipps und Amy Schumer in einer Szene aus „I Feel Pretty“. (Mark Schafer/STX via AP)

Sie ist nicht der einzige weibliche Comedy-Star, der dieses Jahr sinkende Einnahmen verzeichnete. Melissa McCarthys aktueller Streifen „How To Party With Mom“ machte nur 44,6 Mio. Euro – ein steiler Fall von Erfolgen wie „Voll abgezockt“ (132,2 Mio. Euro) und „Spy – Susan Cooper Undercover“ (105,6 Mio. Euro) – während Anna Faris’ „Overboard“-Remake 42 Mio. Euro einnahm.

Jennifer Lawrence sehnt sich nach einem Hit

Nachdem „Mutter!” bei Kritikern und Kinogängern gleichermaßen ein Flop war, tat sich Jennifer Lawrence erneut mit „Die Tribute von Panem“-Regisseur Francis Lawrence für einen konventionelleren Film zusammen. Während die Trailer „Red Sparrow“ als eine Art Solo-„Black Widow“-Film anpriesen, den Marvel noch produzieren muss, stellt sich der Film als launisches Spionage-Drama heraus, in dem die Action zugunsten intensiver Szenen eines physischen und emotionalen Traumas vernachlässigt wurde. Lawrence gab alles im Film, aber das Publikum war scheinbar nicht so ganz zufrieden. Der Film machte letztendlich nur 40,2 Mio. Euro – die bisher niedrigsten Einnahmen einer teuren Produktion der Schauspielerin.

Jennifer Lawrence in „Red Sparrow”. (Bild: 20th Century Fox)

Die Briten kommen… und es interessiert niemanden

„Paddington 2” ist einer bei den Kritikern beliebtesten Filme des Jahres 2018 und trotzdem spielte der familienfreundliche Brit-Export in den USA nur 34,3 Mio. Euro ein – ein deutlicher Rückgang von den 65,2 Mio. Euro seines Vorgängers 2015. Ähnlich ergeht es „Early Man – Steinzeit bereit” – dem neuesten Stop-Motion Animationsfilm von Wallace & Gromit-Erfinder Nick Park, der nur 7 Mio. Euro einspielte, während er im Februar in den USA lief. Während beide Filme in ihrem Heimatland sehr viel besser abschnitten, zeigen Amerikaner, die zunehmend von Pixars Art des Geschichtenerzählens entwöhnt werden, immer weniger Interesse an nicht-amerikanischen Kinderfilmen.

„Early Man – Steinzeit bereit” (Bild: Aardman Animations)

Hamm-Schicksal

Seit er mit „Mad Men” bekannt wurde, hat der TV-Star Jon Hamm nach dem passenden Kinofilm gesucht. Er fuhr 2018 zweigleisig und war sowohl in einem TV-Drama eines angesehenen Drehbuchautors zu sehen (Tony Gilroys „Beirut“) als auch an der Seite der Filmgrößen Ed Helms und Jeremy Renner in einer verrückten Mainstream-Komödie („Catch Me!“). Leider reihen sich beide Titel neben „Million Dollar Arm“ und „Die Jones – Spione von nebenan“ in die Liste jener Filme ein, die nicht von einer gesunden Portion Hamm profitieren konnten.

Jon Hamm und Jeremy Renner in einer Szene von „Catch Me!“ (Photo: Kyle Kaplan/Warner Bros. via AP)

Johnny Knoxville mit Bruchlandung

Vor nur fünf Jahren war Johnny Knoxville mit „Jackass: Bad Grandpa” extrem erfolgreich (87,6 Mio. Euro bei einem Budget von 12,9 Mio. Euro). 2018 legte er jedoch mit „Action Point” eine Bruchlandung hin, bei der er erneut versuchte, eine fiktionale Geschichte mit Jackass-artigen gefährlichen Stunts zu würzen. Mit Produktionskosten von 16,3 Mio. Euro spielte der Film in den USA nicht einmal 4,3 Mio. Euro ein. Knoxville verlor bei den Dreharbeiten zu „Action Point“ beinahe ein Auge, aber dem Film selbst fehlt wesentlich mehr.

Die dritte Auflage ist zu schmerzhaft

Jason Reitmans Karriere als Regisseur hat seit seinen glorreichen Tagen mit „Up in the Air“ einige Turbulenzen erlebt, deshalb ist es durchaus verständlich, dass er sich erneut mit seinem „Juno“ und „Young Adult“-Kollegen Diablo Cody zusammentun wollte. Und „Tully“ – das dritte Kapitel ihrer inoffiziellen Trilogie – ist wirklich erstklassig: ein schmerzliches Porträt des Elternseins, das durch Charlize Therons großartige Leistung getragen wird. Aber es stellte sich als zu schmerzhaft für das Publikum heraus. Mit weniger als 8,6 Mio. Euro Einnahmen ist „Tully“ hinsichtlich seiner Einspielergebnisse das schwächste Werk von Reitman und Cody.

Mackenzie Davis und Charlize Theron in Jason Reitmans „Tully”. (Bild: Focus Features)

Die Fortsetzugnen und Reboots, die niemand wollte

Hollywood glaubt auch weiterhin, dass sich mit der Fortsetzung – oder dem Reboot – etablierter Marken verlässliche Profite erzielen lassen. Bisher hat diese Strategie dieses Jahr noch nicht funktioniert, denn „Pacific Rim: Uprising“ (50,6 Mio. Euro), „Tomb Raider“ (48,9 Mio. Euro), „The Strangers: Opfernacht“ (21 Mio. Euro) und „SuperFly” (13 Mio. Euro und laufend) blieben alle hinter ihren Prognosen für die USA zurück. Um fair zu sein, muss man erwähnen, dass die ersten drei dieser Enttäuschungen im Ausland mehr als ihre Ausgaben wieder einspielten, aber sie sind alle große Enttäuschungen, die wahrscheinlich jegliche Überlegungen für weitere Fortsetzungen vom Tisch gefegt haben.

Actionfilme mit alten Männern ziehen nicht mehr

Vor zehn Jahren hatte der 52-jährige Liam Neeson mit dem originalen Film „96 Hours“ einen Riesen-Hit, der ein später Vorstoß des irischen Schauspielers ins Action-Genre war. Dieser Streifen führte zu einer ganzen Reihe von Ballerfilmen mit älteren Typen, darunter „The Expendables“ (Sly Stallone), „R.E.D. – Älter, Härter, Besser“ (Bruce Willis), „The Equalizer“ (Denzel Washington) und „The Gunman“ (Sean Penn). Aber 2018 scheint dieses Konzept einfach erschöpft.

Vera Farmiga and Liam Neeson in „The Commuter”. (Bild: Lionsgate)

Neesons aktueller Actionfilm „The Commuter”, spielte nicht einal 34,3 Mio. Euro ein, während Willis‘ „Death Wish“-Remake in überwiegend leeren Sälen lief und Stallones aktuelle Fortsetzung „Escape Plan 2: Hades“ kommt gar nicht erst in die Kinos, sondern erscheint gleich als Video-on-Demand. Washington versucht es im Juli noch einmal mit „The Equalizer 2“, aber wenn auch dieser nicht ankommt, dann müssen diese Männer möglicherweise anfangen, Rollen zu spielen, die zu ihrem Alter passen.

Ethan Alter und Nick Schager