Kino: Vor dem Oscar ist nach dem Oscar: Es darf gestritten werden

Einer von elf Kandidaten: die Bestsellerverfilmung „In Zeiten des abnehmenden Lichts“

Dass Maren Ade für "Toni Erdmann" nicht den Oscar für den besten nicht-englischsprachigen Film bekommen hat, daran ist ein bisschen Donald Trump schuld. Erst hatte "Toni Erdmann" in der Gunst gleichauf mit "The Salesman" von Ashgar Farhadi gelegen. Aber dann hat der frisch gewählte Präsident ein Einreiseverbot für muslimische Länder ausgerufen, Farhadi sagte unter Protest sein Kommen ab. Da war klar, die traditionell liberale Film Academy wird den Preis dem Iraner geben.

Aber nach dem Oscar ist vor dem Oscar. Am 24. August wird entschieden, welchen Film Deutschland dieses Jahr ins Rennen um den Auslands-Oscar schickt. Elf Filme sind dafür bei der Dachorganisation German Films eingereicht worden, über die ab 22. August eine unabhängige Filmjury verhandelt.

Komödien haben wohl keine Chance

Darunter finden sich "In Zeiten des abnehmenden Lichts", Matti Geschonnecks Promi-Verfilmung des Bestsellerromans von Eugen Ruge. Der erzählt viel über die DDR-Vergangenheit, und historische Themen kommen immer gut beim Oscar. Allerdings setzt er Film ein großes Grundwissen der Verhältnisse in der DDR voraus.

Gute Chancen hat auch Chris Kraus' "Die Blumen von gestern". Der handelt von den Traumata des Holocaust, erzählt das aber als grelle Satire. "Die Blumen" waren ein Favorit beim Deutschen Filmpreis, auch wenn er dann "Toni Erdmann" unterlag. Dann ist da noch "Aus dem Nichts" von Fatih Akin, der in Cannes groß gefeiert wurde. Das Drama handelt das brandaktuelle Thema Terrorismus auf sehr persö...

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