KINO: Bei "Dalida" hätte vieles schiefgehen können

Auf der Bühne feierte sie Erfolge und Triumphe: Sveva Alviti als Dalida

Ihre Stimme ist unverwechselbar. Dieses dunkle, kehlige, fast männliche Timbre, der melancholische Schmelz und dazu dieser weiche Akzent mit dem rollenden R: Noch heute, wenn 30 Jahre nach ihrem Tod ein Lied von ihr im Radio gespielt wird, erkennt man Dalida sofort. Und wie viele Lieder hat sie hinterlassen, die noch immer gespielt werden: Eigene Klassiker wie "Gigi L'amoroso", aber auch Coverversionen, die sie erst berühmt machte, wie "Bambino", "Am Tag, als der Regen kam", "(Je suis) Malade" und natürlich "Paroles, Paroles", das Duett mit Alain Delon, das inzwischen immer gern angestimmt wird, wenn ein Politiker mal wieder zu viele Versprechungen propagiert hat.

Dalida, das war eine Ausnahmeerscheinung: Über 2000 Lieder hat sie aufgenommen, über 150 Millionen Tonträger verkauft. Allein im Jahr 1960 erhielt sie fünf Goldene Schallplatten. Und als sie am 3. Mai 1987 in Paris ihrem Leben selbst ein Ende setzte, gaben Zigtausende ihr das letzte Geleit.

Zahllose Schicksalsschläge erschütterten dieses Leben

Nun, pünktlich zum 30. Todesjahr, kehrt sie zurück: in dem Biopic "Dalida". Während der Trend bei Filmbiografien in letzter Zeit eher dahin geht, das erzählte Leben nur an einem kurzen, aber markanten Zeitpunkt festzumachen – wie derzeit in "Churchill" oder dem Giacometti-Porträt "Final Portrait" –, wählt Regisseurin Lisa Azuelos, die auch das Drehbuch schrieb, den traditionellen Weg und umreißt wirklich die ganze Vita.

Bild Nr. 1:
Tragische Liebesbeziehungen: Dalida mit Richard Chanfray NFP

Und was für ein Leben war das, welchen Stoff galt es da zu bü...

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