Kinderpornografie-Chat ausgehoben

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Eine KI-Wissenschaftlerin des Landeskriminalamt Niedersachsen arbeitet an Computerbildschirmen und programmiert Lösungen mit Künstlicher Intelligenz zum Auffinden von zum Beispiel kinderpornografischen Inhalten im Internet.
Eine KI-Wissenschaftlerin des Landeskriminalamt Niedersachsen arbeitet an Computerbildschirmen und programmiert Lösungen mit Künstlicher Intelligenz zum Auffinden von zum Beispiel kinderpornografischen Inhalten im Internet.

Bereits vor einem Jahr wurden die drei Tatverdächtigen festgenommen. Sie sollen als Administratoren einer Darknet-Seite mitgeholfen haben, pädokriminelle Inhalte zu verbreiten.

Bamberg/Regensburg (dpa) - Ermittler haben einen auch aus Deutschland heraus betriebenen Kinderpornografie-Chat ausgehoben.

Bereits vor einem Jahr wurden drei mutmaßliche Administratoren der Darknet-Seite «TweenFanIsland» in Deutschland festgenommen, nun wurde beim Landgericht Regensburg Anklage gegen die Männer erhoben, wie das Gericht und die mit den Ermittlungen befasste Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Donnerstag bestätigten. Zuvor hatte der «Spiegel» darüber berichtet.

Derzeit werde die Eröffnung eines Verfahrens geprüft, hieß es vom Landgericht Regensburg. Bei den im Juli 2020 festgenommenen Verdächtigen handelt es sich dem Bericht zufolge um drei Männer im Alter von 29, 54 und 57 aus Rheinland-Pfalz, Berlin und Bayern. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen bandenmäßige Verbreitung und den Besitz von Kinderpornografie vor. Zwei von ihnen sind dem Gericht zufolge derzeit noch in Untersuchungshaft.

Die Seite selbst soll aus den USA heraus betrieben worden sein. Die Männer in Deutschland hätten aber den Betrieb als Administratoren gewährleistet und unterstützt. Allein bei ihnen sollen jeweils mehrere Terabyte an illegalen Aufnahmen beschlagnahmt worden sein. Auf der Seite sollen Pädokriminelle aus aller Welt Bilder von sexueller Gewalt gegen Kinder, vor allem minderjährige Mädchen, getauscht haben.

Den Anstoß für die Ermittlungen in Deutschland hatte die US-Sicherheitsbehörde FBI gegeben. Sie soll auch den mutmaßlichen Hauptbetreiber in den USA festgenommen und die Plattform abgeschaltet haben.

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