Kinderhilfswerk warnt vor Instrumentalisierung von Kindern durch "Querdenken 711"

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Selbstgenähte Masken in einem Laden in Berlin
Selbstgenähte Masken in einem Laden in Berlin

Das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) hat vor einer Instrumentalisierung von Kindern durch die Initiative "Querdenken 711" gewarnt. Die Initiative plane kommende Woche deutschlandweite Aktionen vor Schulen gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, teilte das DKHW am Donnerstag mit.  

"Nach unseren Informationen sollen Kinder nächsten Montag auf dem Schulweg angesprochen, und ihnen eine unwirksame Maske mit einem Logo der Initiative und eine CO2-Messung unter dieser Maske angeboten werden, um auf die angebliche Gefährlichkeit und Unwirksamkeit der Masken hinzuweisen", erklärte DKHW-Präsident Thomas Krüger. Er nannte dies eine "perfide Instrumentalisierung von Kindern zur Durchsetzung politischer Interessen".

Das DKHW rief Eltern dazu auf, ihre Kinder auf diese Aktion aufmerksam zu machen und ihnen den Rücken zu stärken. "Wir fordern die Verantwortlichen der Initiative 'Querdenken 711' unmissverständlich auf: Finger weg von unseren Kindern", erklärte Krüger. Es müsse alles dafür getan werden, damit das Recht auf Bildung während der Corona-Pandemie gewährleistet bleibe. Dazu gehöre das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, um die Infektionszahlen zu senken.

Die Initiative "Querdenken 711" veranstaltet seit Monaten in verschiedenen Städten Versammlungen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dabei wird immer wieder gegen die Hygiene- und sonstigen Schutz-Bestimmungen verstoßen.

ald/cax