Kinderbetreuung, Sparpreise, Elektroschrott: Das ändert sich zum 1. August 2018

Betreuung für Kindergartenkinder soll zukünftig für alle Eltern kostenlos sein. (Symbolbid: Getty Images)

Im August 2018 macht die Kinderbetreuung in Hessen und NRW einen Schritt nach vorne. Außerdem werden Makler neuen Regeln unterworfen – ebenso Elektroschrott. Neuigkeiten gibt es auch bei der Bahn und bei Aldi. Ein Überblick über wichtige Neuerungen im August.

Kinderbetreuung

Langfristiges Ziel der Bundesrepublik ist es, Kindergartenbetreuung für Eltern überall kostenlos verfügbar zu machen. In Hessen und Niedersachsen wird dies ab dem 1. August Realität – hier haben Eltern künftig Anspruch auf einen kostenlosen Kindergartenplatz. Damit sollen Eltern durchschnittlich 5.000 Euro im Jahr einsparen. Allerdings gilt die Entlastung nur für eine sechsstündige Betreuung am Tag und auch nur für drei Kindergartenjahre vor dem Schuleintritt.

Immobilienmakler

Ab dem 1. August müssen sich Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter nach §34c der Gewerbeordnung eine Erlaubnis für ihre Tätigkeit einholen. Zusätzlich werden sie verpflichtet, sich regelmäßig weiterzubilden. Allerdings müssen lediglich 20 Stunden Weiterbildung in drei Jahren nachgewiesen werden. Auch eine Berufshaftpflichtversicherung gehört ab August zu den Pflichten von Makler und Verwalter. Für Personen, die bereits in diesem Feld tätig sind, gilt eine sechsmonatige Übergangsfrist bis zum 1. Februar 2019.

Elektrogeräte

Ab dem 15. August gibt es eine Änderung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes. Dies hat zur Folge, dass künftig alles, was blinkt, leuchtet und piepst, auch als Elektrogerät behandelt gilt – also etwa auch blinkende Turnschuhe oder Möbel mit elektrischen Funktionen. Diese Produkte und Geräte müssen daher künftig auch als Elektroschrott behandelt und entsprechend entsorgt werden.

Die Änderung betrifft nicht nur Verbraucher, die ihre Elektrogeräte – und seien sie noch so klein – nicht mehr einfach in den Müll werfen dürfen, sondern auch Händler und Hersteller. Sie müssen sich an strengere Vorgaben bei der Registrierung der Geräte halten und sich an den Kosten der Entsorgung beteiligen.

Die neuen Regeln sollen zu einer effektiveren Mülltrennung in Deutschland beitragen. (Symbolbild: AP Photo)

Die Deutsche Bahn lockt mit neuem „Super Sparpreis“

Bei der Ticketbuchung wird dem Bahnkunden ab dem 1. August neben dem „Flexpreis“ und dem „Sparpreis“ ein „Super Sparpreis“ angeboten. Dieser soll in der ersten Klasse 29,90 Euro und in der zweiten Klasse 19,90 Euro kosten. Es gilt für eine Zugverbindung, eine Umbuchung oder Stornierung ist nicht möglich. Dafür werden die Stornierungskosten beim normalen „Sparpreis“ von 19,90 auf 10 Euro gesenkt.

Während für „Flexpreis“- und „Sparpreis“-Kunden ein „City-Ticket“ im Preis enthalten ist, müssen „Super Sparpreis“-Kunden darauf verzichten. Mit dem „City-Ticket“ können öffentliche Nahverkehrsmittel für den Weg zum Start- und Zielbahnhof genutzt werden.

Aldi will beim Fleisch mehr Transparenz zeigen

In vier Stufen wollen Aldi Süd und Nord ab dem 1. August kennzeichnen, wie es um das Tierwohl ihrer Eigenprodukte aus Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch bestellt ist.

Die Stufen reichen von „Stallhaltung“ (Stufe 1) bis „Bio“ (Stufe 4), wobei die Bezeichnung „Bio“ sich auf die gesetzlichen Vorgaben für dieses Label beruft. Die Stufen 2 („Stallhaltung plus“) und 3 („Außenklima“) kennzeichnen sich dadurch, dass den Tieren jeweils etwas mehr Raum und „Beschäftigungsmaterial“ sowie „Zugang zu Außenklimabereichen“ zugestanden wird.

Bis 2019 sollen etwa die Hälfte der markteigenen Fleischprodukte mindestens die Qualitätsstandards der 2. Stufe erfüllen.