Kinderärzte warnen vor Verletzungsgefahr durch Fidget Spinner

Fingerkreisel Fidget Spinner

Kinderärzte haben vor einer Verletzungsgefahr durch sogenannte Fidget Spinner gewarnt. "Die Kleinteile der Fidget Spinner, in manchen Fällen auch Batterien, können versehentlich verschluckt werden", erklärte Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte am Donnerstag in Düsseldorf. In den USA habe es Erstickungsunfälle mit den Handkreiseln bei Kindern bis zu 14 Jahren gegeben.

Deshalb sollten Kinder die Geräte nicht in den Mund nehmen oder in der Nähe des Gesichts damit spielen, erklärte Kahl. "Fidget Spinner müssen zudem aus der Reichweite von Kindern unter drei Jahren aufbewahrt werden." Wird ein Kleinteil verschluckt oder gar eine Batterie, handle es sich um einen Notfall.

Die beliebten Handkreisel waren vor allem in den Sommermonaten bei Kindern sehr begehrt, inzwischen flaute die Welle in Deutschland aber wieder ab. Wissenschaftlich Belege für den von den Vertreibern angepriesenen Nutzen von Fidget Spinnern - wie Steigerung der Konzentration und Lösung von Spannungen - gibt es nach Angaben des Ärzteverbands derzeit nicht. In einigen Schulen seien die Geräte sogar verboten, weil sie vom Unterricht ablenkten.