Kind schließt Heldt-Wechsel aus: "Kriegt keine Freigabe"

Reinhard Franke
Das Theater um Hannover-Manager Horst Heldt geht weiter

Hannover 96 will Horst Heldt auf keinen Fall zum 1. FC Köln ziehen lassen.

"Es gibt keine Chance für einen Wechsel", schloss der Präsident der Niedersachsen, Martin Kind, am Samstagabend bei SPORT1 einen Wechsel des Sportdirektors zum Bundesliga-Konkurrenten aus.

"Es laufen schon viel zu viele Vorbereitungen für die Rückrunde und auch schon für die neue Saison. Wir wären gar nicht mehr handlungsfähig. Und selbst, wenn ein neuer Mann kommen würde, müssten wir von vorne beginnen", erklärte Kind.

"Heldt kriegt keine Freigabe"

Heldt könne "selbstverständlich mit den Kölnern reden, er kriegt aber keine Freigabe", betonte der Hannover-Boss und ergänzte: "Herr Heldt ist ein Profi und wird die Entscheidung akzeptieren."

Heldt habe ihn am Donnerstag "lediglich darüber informiert, dass es Interesse gibt, hat aber nicht gesagt, dass er zum FC möchte", hatte Kind bereits am Freitag bei SPORT1 erklärt.

Bei Eurosport ergänzte er allerdings später, Heldt hätte "angedeutet, dass er gerne mit ihnen sprechen würde".

Heldt reagiert ausweichend

Nach Informationen des Kölner Express soll sich Heldt beim FC bereits der neunköpfigen Jury vorgestellt haben, die einen neuen Sportdirektor finden soll.

Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle meinte auf SPORT1-Nachfrage: "Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen."

Heldt könnte in Köln Nachfolger von Jörg Schmadtke werden. Der 53-Jährige hatte am 23. Oktober überraschend beim Tabellenschlusslicht aufgegeben und dem Klub den Rücken gekehrt.

Vor Hannovers 1:1 gegen den VfB Stuttgart hatte Heldt am Freitagabend bei Eurosport ausweichend auf die Frage nach seiner Zukunftsplanung geantwortet. "Reden wir doch mal über den neuen Rasen", sagte der 47-Jährige.