Kim hüllt sich nach Trumps Gipfel-Zusage in Schweigen

US-Präsident Trump (l.) und Nordkoreas Machthaber Kim

Nach der überraschenden Zusage von US-Präsident Donald Trump zu einem Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hüllt sich Pjöngjang in Schweigen: Vier Tage nach Trumps Zusage gibt es noch keine offizielle Reaktion der nordkoreanischen Regierung. Auch in den Staatsmedien Nordkoreas herrschte am Montag weiterhin Funkstille.

Das geplante Treffen zwischen Trump und Kim war am Donnerstag verkündet worden und würde eine spektakuläre Wende im Konflikt um das nordkoreanische Atomwaffen- und Raketenprogramm bedeuten. Ein südkoreanischer Sicherheitsberater hatte die Pläne für das Treffen publik gemacht; das Weiße Haus bestätigte daraufhin, dass Trump die Einladung angenommen habe.

Dass dieses Treffen stattfinde, sei aber keineswegs gesichert, warnten Experten am Montag. "Kim Jong Un hat ihm lediglich eine mündliche Botschaft übermittelt", sagte der südkoreanische Politikwissenschaftler Koh Yu Hwan von der Universität Dongguk. "Nichts ist im Moment sicher." Aus Sicht der Regierung in Pjöngjang müsse eine offizielle Verabredung zu einem Treffen "auf einem Regierungsabkommen samt Agenda und Ort" beruhen.

Nordkorea wolle außerdem verhindern, dass sich Seoul die Einigung auf ein solches historisches Gipfeltreffen auf die Fahnen schreiben könne, sagte Koh. Mit einer offiziellen Bestätigung aus Pjöngjang sei erst nach einer direkten Kontaktaufnahme zwischen der kommunistischen Führung und der US-Regierung zu rechnen.

Trump hatte die Einladung Berichten zufolge ohne Rücksprache mit seinen führenden Beratern angenommen. Am Wochenende erklärte er, er gehe von einem "enormen Erfolg" seines geplanten Gipfeltreffens mit Kim aus.