Killer-U-Bot: Guardian tasert invasive Arten aus dem Wasser

Anton Waldt


Letztes Jahr haben wir das Projekt noch als abwegig bezeichnet, aber da müssen wir uns wohl korrigieren, denn die Entwicklung des Tauchroboters, der gezielt Jagd auf aggressive invasive Fischarten (Pazifischer und Indischer Rotfeuerfisch) macht, geht voran: Es gibt bereits einen Prototyp des Unterwasserjägers namens Guardian und obendrein auch noch ein mögliches Geschäftsmodell, um das Gerät massenhaft ins Meer zu bringen. Für letzteres sorgt beim Guardian-Entwickler Robots in Service of the Environment (RISE) Colin Angle, Mitgründer des Roomba-Herstellers iRobot. Der Prototyp soll nun beweisen, dass Guardian Rotfeuerfische in größeren Mengen fangen kann, wobei die Jagdtaktik relativ simpel ist, da der Feuerfisch keine natürlichen Fressfeinde kennt und daher auch keine Fluchtneigungen zeigt, wenn Guardian, vom Begleitboot aus ferngesteuert, mit seinen Taser-Greifern anrückt. Als nächstes muss RISE nun die Baukosten pro Roboter auf 1000 Dollar drücken, dann könnte Guardian durchaus ökonomisch sinnvoll vermarktet werden - denn die Rotfeuerfische mögen zwar invasiv sein, aber sie geben auch einen schmackhaften Speisefisch ab.
Robots in Service of the Environment